Medien-Ticker 19/01. Bye bye, Niedrigsteuer?

EURO SteuerDas Steuer-Privileg Irlands wankt: Mit dem niedrigen Unternehmenssteuersatz von 12,5 Prozent sicherte sich Irland im Standort-Kampf um multinationale Konzerne lange einen beträchtlichen Wettbewerbsvorteil in Europa. Seit einigen Jahren versucht vor allem Frankreich, die Iren zu einer Erhöhung des Steuersatzes zu bewegen. Jetzt scheinen die Franzosen mit Deutschland einen wichtigen Verbündeten gefunden zu haben: Kanzlerin Merkel drängt im Kampf gegen die Euro-Krise auf eine rasche Harmonisierung des europäischen Wirtschaftsraumes und dabei auch auf eine gemeinsame Steuer-Basis. Der Druck auf Irland, das zudem von Finanzhilfen aus Europa existenziell abhängig ist, wird deshalb in den kommenden Wochen enorm wachsen. Schon bei den nächsten beiden EU-Gipfeltreffen könnte das Steuer-Privileg Irlands zur Disposition stehen. (Quelle: Irish Times)

Fernsehgebühren-Ordnung wird renoviert: Die Fernsehlizenzgebühren in Irland werden auf der Grundlage der Nutzung von traditionellen Fernsehgeräten erhoben. Die Wirklichkeit sieht längst anders aus: Viele Iren schauen Fernsehprogramme auf digitalen Multimedia-Geräten wie Smartphones, ipads oder Notebooks. Kommunikationsminister Pat Rabbitte kündigte jetzt eine Reform des Gesetzes an. Aus Fernseh- sollen Rundfunkgebühren werden, die Reform soll zudem einen Hebel bieten gegen die 15 Prozent der Bevölkerung, die derzeit keine Fernsehgebühren bezahlen (Quelle: RTE.ie ).

Harte Strafen verfehlen Wirkung: Die Kommission für Gesetzesreformen empfiehlt der Regierung, die verschärften Gesetze für Drogendelikte zu überdenken. Die Mindeststrafe von zehn Jahren für Drogenhändler habe dazu beigetragen, dass die irischen Gefängnisse überfüllt sind, ohne dass es gelungen sei, an die Bosse im irischen Drogengeschäft heranzukommen. Das kriminelle Gewerbe habe sich vielmehr gut an die Gesetzgebung angepasst und setzt nun vor allem Kuriere ein, die im Fall einer Verhaftung leicht ersetzbar seien.

Jeder Zehnte hat ein Alkoholproblem: Jeder Zehnte in Nordirland hat nach nach Auffassung der Gesundheitsministeriums ein ernsthaftes Alkoholproblem. Das zumindest ist das Ergebnis einer Studie mit 2.000 Erwachsenen. Der Untersuchung zufolge drinken drei von vier Erwachsenen in Nordirland Alkohol. Nur drei Prozent der Befragten bezeichneten sich selbst als „schwere Trinker“. Nordiren trinken übrigens am liebsten Wein, gefolgt von Bier (Quelle: Independent).

Suche nach vermissten Fischern geht weiter: Von den fünf Seeleuten, die seit dem Untergang eines Trawlers im Hafenbecken von Union Hall, West Cork, am Sonntagmorgen vermisst werden, fehlt weiter jede Spur. Taucher der Marine und der Polizei suchten gestern den Unglücksort in der Bucht  vor Union Hall ab, wurden jedoch nicht fündig. Dass die Fischer das Unglück überlebt haben, gilt mittlerweile als völlig unwahrscheinlich. Ein Mann konnte sich retten, indem er an Land schwamm, nachdem das 21 Meter lange Boot auf einen Felsen (örtlich bekannt als Adam und Eva) aufgefahren war. Die Suche geht heute weiter, sofern es das Wetter zulässt. (Quelle: RTE)

Und das Wetter heute: Tagsüber kälter mit Schauern, örtlich leichter Frost möglich; in der Nacht Regen und steigende Temperaturen (Quelle: met.ie)

By | 2012-01-19T09:00:07+00:00 19. Januar 2012|0 Comments

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Autor, Journalist und Wanderer. Lebt in Glengarriff im Südwesten Irlands. Mit Markus kann man in Irland wandern gehen: www.irland-wandern.de

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