Irland im TV: Die Suche nach Heinrichs Bölls Irland

 Irlandnews Irland TV-Tipp, Happy Hour

Irlandnews Irland TV-TippIrland im TV Anfang Mai: Der Irland-TV-Überblick auf Irlandnews. Die Woche beginnt mit der großen Literatour zu Heinrich Bölls Irland. Michael McCrea wird von Geldeintreibern gejagt und die Freunde Hans-Christian, Wolfgang und Nic begegnen bei einem Kurzurlaub in Irland drei Frauen – aber auch alten Konkurrenzkämpfen, Wutausbrüchen und Selbstmitleid (Foto).

 

Samstag, 5. Mai 2018, SWR 7:15 Uhr: Die große Literatour – Heinrich Bölls Irland
(Wiederholung)

Irlandnews Irland TV-Tipp, Heinrich Bölls Irland„Die große Literatour“ begibt sich auf literarische Zeitreise und lässt den Zuschauer die Welt durch die Augen der spannendsten Reiseschriftsteller sehen: Die dritte Episode folgt Heinrich Böll nach Irland, der mit seinem Reisebericht unter dem Namen „Irisches Tagebuch“ der bis dahin in Deutschland unbekannten Insel einen Platz in der Weltliteratur sichert.

Auf der Suche nach Ruhe und Erholung reist der Bestsellerautor Heinrich Böll 1954 für einige Monate nach Irland. Seit diesem ersten Besuch ist Böll wahlverwandtschaftlich verbunden mit diesem Land, seiner unberührten Natur und den tüchtigen Menschen. Böll beschreibt es als ein urtümliches Land, das den Elementen ausgeliefert ist. Die zähen und unerschütterlichen Iren faszinieren ihn. Er beobachtet ihre Lebensweise genau und lauscht ihren Geschichten in den Pubs.

Insbesondere Achill Island – die größte Insel Irlands im äußersten Westen – hat es ihm angetan. Als zunehmend erfolgreicher Schriftsteller kann er es sich leisten, mit seiner Familie im Urlaub zurückzukommen. Später kauft er sich dort ein Cottage. Es ist mehr als ein Ferienhaus, es ist eine zweite Heimat: Im Laufe seines Lebens wird Böll 14 Mal nach Irland fahren.

Seine dort verfassten Reiseberichte erscheinen zunächst in Zeitungen. Einige der Reportagen, die er im Laufe seiner ersten drei Irlandreisen geschrieben hat, veröffentlicht der spätere Literaturnobelpreisträger 1957 unter dem Namen „Irisches Tagebuch“. In Deutschland ist Achill Island damals so gut wie unbekannt. Es ist Heinrich Böll, der der Insel einen Platz in der Weltliteratur zusichert und sie und Irland schließlich zu einem Sehnsuchtsort der Deutschen macht. Sein „Irisches Tagebuch“ löst einen wahren Touristenboom aus.

„Es gibt dieses Irland: wer aber hinfährt und es nicht findet, hat keine Ersatzansprüche an den Autor“, schreibt Böll in seinem Buch. Die Filmemacher nehmen den Autor beim Wort: Sie fahren hin, mit dem „Irischen Tagebuch“ im Gepäck, suchen Bölls Irland und finden auch das Irland von heute – in dem sich Vergangenheit und Gegenwart überschneiden: das kehlige Keltisch, der goldene Tee, die katholischen Priester, die Pubs, die Schafe, die an der dünnen Grasnarbe nagen, die rauen Klippen und das Meer und viele Iren, die sich noch heute sehr gerne an Böll erinnern.“ (Senderinformationen)


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Sonntag, 6. Mai 2018, MDR 1:05 Uhr: Kopfgeld – Perrier’s Bounty
(Wiederholung)

Irlandnews Irland TV-Tipp, Kopfgeld - Perrier's Bounty„Michael McCrea ist noch gar nicht richtig wach, da sitzen bereits zwei ungeduldige Geldeintreiber vor seinem Bett. Sie erinnern den Taugenichts freundlich daran, dass ihm nur noch wenige Stunden bleiben, um seine Schulden bei dem gefürchteten Kredithai Darren Perrier zu begleichen. Da Michael trotz fieberhafter Bemühungen das Geld nicht auftreiben kann, sollen dem säumigen Schuldner nach einem ungeschriebenen Gesetz sämtliche Knochen gebrochen werden. Doch im letzten Moment schreitet Michaels depressive Nachbarin Brenda ein und erschießt einen der beiden Schläger.

Damit fangen die eigentlichen Probleme aber erst an, denn der mächtige Gangster Perrier schäumt vor Wut. Mit einem ausgelobten Kopfgeld hetzt er die halbe Dubliner Unterwelt hinter Michael und Brenda her. Ausgerechnet jetzt taucht Michaels Vater Jim auf und berichtet aufgeregt, der Sensenmann höchstpersönlich hätte ihm das baldige Ableben angekündigt. Auf der Flucht vor Tod, Teufel und dem Abschleppdienst erhält das ungleiche Trio unerwartete Hilfe in Gestalt bissiger Vierbeiner.“ (Senderinformation)

 

Mittwoch, 9. Mai 2018, ZDF 3:40 Uhr: Ripper Street – Der schweigende Junge
(Wiederholung)

Irlandnews Irland TV-Tipp, Ripper Street 2„Ernest Manby, ein Erfinder und hochgeschätzter Spielzeugmacher aus Whitechapel, wird in einer Gasse brutal ermordet. Die Bürgerwehr präsentiert kurz darauf den vierzehnjährigen Straßenjungen Thomas Gower als mutmaßlichen Täter. Inspector Edmund Reid jedoch glaubt nicht, dass der Junge allein für das Verbrechen verantwortlich ist.

Da Thomas sich weigert auszusagen, wird sein Schweigen als Schuldeingeständnis gewertet. Um ein Exempel zu statuieren, wird der Waisenjunge vor Gericht schuldig gesprochen. Er soll für seine skrupellose Tat gehängt werden. Reid, der hinter dieser mehr als einen Raubüberfall vermutet, nimmt sich des Jugendlichen an und will gemeinsam mit seinem Team, zu dem ab jetzt auch Captain Homer Jackson gehört, die wahren Hintermänner ausfindig machen. Ihnen bleibt allerdings nicht mehr viel Zeit, denn in zwei Tagen soll die Hinrichtung stattfinden. Durch die Tätowierungen an Thomas Händen kommen die Ermittler auf die Spur einer Jugendgang, die die Bürger von London mit Überfällen und Einbrüchen terrorisiert und einem rücksichtslosen Anführer hörig ist. Reid gelingt es, Thomas aus dem Gefängnis zu befreien, denn als dieser sich entscheidet, nun doch auszusagen, ist sein Leben in größter Gefahr. Darüber hinaus sorgt ausgerechnet Captain Jackson durch seinen Hang zum Alkohol und Glücksspiel für eine dramatische Wendung in diesem Fall.

Ripper Street wurde fast ausschließlich in Dublin gedreht. Als Kulisse für East London fungierten unter anderem das Dublin Castle und das Kilmainham Goal (ehemaliges Gefängnis).“ (Senderinformation)

 

Donnerstag. 10. Mai 2018, arte 22:5 Uhr: Happy Hour

„Der von seiner Frau verlassene Mit-Vierziger-Familienvater Hans-Christian fährt für einen Kurzurlaub mit seinen alten Freunden nach Irland. Schnell kommen alte Konkurrenzkämpfe, Wutausbrüche und Selbstmitleid auf. -Melancholisches, mit mildem Spott ausgestattetes Protokoll des Älterwerdens, 2015 auf dem Filmfest München ausgezeichnet mit dem Förderpreis „Neues Deutsches Kino“.

Hans-Christians (HC) Frau ist mit einem anderen Mann abgehauen und hat ihn zu Hause mit den Kindern sitzen gelassen. Seine beiden ältesten Freunde Wolfgang und Nic beschließen, ihn auf andere Gedanken zu bringen und spontan zu einem Kurzurlaub in Wolfgangs Ferienhaus an der irischen Küste aufzubrechen. Dort angekommen versuchen die beiden Freunde, HC von seinem Loser-Habitus zu kurieren. Sie wollen ihm das Nein-Sagen beibringen. Er sei einfach zu nett für die Welt und vor allem für seine Ex-Frau. Außerdem bräuchte er dringend Ablenkung – sprich andere Frauen.

Die ersten Versuche, Frauen abzuschleppen, scheitern jämmerlich. Aber eines Abends lernen sie im Pub die drei Freundinnen Beckie, Fiona und Kat kennen. Fiona und Kat ergreifen selbst Initiative. Und auf einmal ist es mit der Hilfe, die Wolfgang und Nic HC angedeihen lassen wollten, nicht mehr allzu weit her – denn wer leer ausgeht, ist HC.

Wolfgang verliebt sich in Kat. Langsam wird klar, dass seine viel gepriesene Ehe zu Hause nur noch auf dem Papier existiert. Doch auch mit der neuen Frau stellt er sich nicht gerade geschickt an, hat Angst, die Kontrolle zu verlieren. Als Nic aus einer Laune heraus mit Kat im Bett landet, ist das mehr ein Unfall, den beide gern ganz schnell vergessen würden. Aber Wolfgang erfährt davon – und die Situation explodiert. Er beschuldigt Nic und HC, keine echten Freunde zu sein. In einer wilden Holzhackaktion, bei der am Ende Blut fließt, raufen sich die drei wieder zusammen.

Wolfgangs Verhältnis zu Kat bleibt allerdings gestört, obwohl sie sich bei ihm entschuldigt. Er kommt nicht darüber hinweg, dass sie mit seinem Freund im Bett war. Und HC? Der will einfach nur nach Hause. Er sehnt sich nach seinen Kindern. Wolfgang will ihn überreden, noch ein paar Tage zu bleiben. Er redet auf ihn ein, bis HC endlich den Mund aufmacht. Und auf einmal kann er „Nein“ sagen. Und wie!“ (Senderinformation)


Das Titelfoto zeigt Wolfgang und Kat aus dem Film „Happy Hour“

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Von |2018-05-11T09:39:23+00:004. Mai 2018|0 Kommentare

Über den Autor:

Antje Wendel
Geboren 1977 auf der schönen Insel Rügen. Die gelernte Rechtsanwalts-Fachangestellte und ambitionierte Fotografin folgte im Jahr 2012 dem Ruf des Herzens und zog in das Land ihrer Träume. Inzwischen hat sich Antje fest in Irland etabliert.

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