Irland-im-TVIrland im Fernsehen Mitte April: Der Irland-TV-Überblick auf Irlandnews. In dieser Woche wird noch einmal das Fernweh nach Irland geweckt, und Forscher folgen den Spuren der Kelten.

 

 

 

Samstag, 20. April 2013, BRalpha 16:45 Uhr
Fernweh – Irland

1404_BR_fernweh“Mystisch einsame Gegenden, dazu Regenschwaden und Nebel, der über die Hügel zieht und alles verhüllt – und den kurz darauf die Sonne zerreißt und einen Blick auf wunderschöne Landschaften freigibt. Dazwischen kleine Buchten und verträumte Hafenstädtchen: Bilder von Irland, die man im Kopf hat – plötzlich sind sie real. Irland, leise und weit und Irland, fröhlich und gesellig. Bunte Dörfer und umtriebige Orte laden ein zum Flanieren und zum kurzen Plausch mit unverwüstlich freundlichen Menschen, idyllisch gelegene Burgen und Schlösser zum Geschichtsexkurs und zum altehrwürdigen, herrschaftlichen Wohnen. Dazu die Klippen von Moher, die senkrecht und über 200 Meter tief in den anbrausenden Atlantik abfallen und die Moore, Seen und Bäche der Connemara, gespeist vom Regen, über den schon Heinrich Böll in seinem Irischen Tagebuch schrieb: “Man kann diesen Regen schlechtes Wetter nennen, aber er ist es nicht. Er ist einfach Wetter. In Irland ist das so.” (Senderinformation)

Da ja der ein oder andere Irland-Begeisterte auch ein Interesse an den Kelten hat, hier noch zwei TV-Tipps zu diesem Thema:

Sonntag, 21. April 2013, EinsPlus 17:00 Uhr
Die Kelten im Südwesten

2104_Einsplus_Kelten“Odysso”-Moderatorin Lena Ganschow begibt sich auf die Spuren der Kelten und nimmt die Zuschauer mit auf eine Zeitreise durch das Sendegebiet. Sie trifft an keltischen Fürstensitzen und Siedlungen auf Archäologen, die Spannendes entdeckt haben: z. B. bei spektakulären Grabungen an der Heuneburg. Und sie schaut experimentellen Archäologen über die Schulter, die die hohe Schmiedekunst der Kelten entschlüsseln wollen. Spielszenen und 3-D-Rekonstruktionen verbinden die Reise durch die Geschichte und hauchen der keltischen Vergangenheit Leben ein. Die Kelten prägten das Leben in weiten Teilen Europas lange vor den Römern. Doch zwischen Mythos und Wirklichkeit geben sie den Forschern bis heute viele Rätsel auf. Waren die Kelten überhaupt ein Volk, eine Zivilisation wie die Römer? Gab es ein “keltisches Reich”? Was einte all die vielen Stämme mit ihren Fürsten, Druiden, Festen, ihrer Musik, ihrem Schmuck und ihren Waffen?” (Senderinformation)

Freitag, 26. April 2013, Phoenix 6:30 Uhr
Das Gold der Kelten

Das Gold der Kelten“Ihr Einflussbereich dehnte sich von der iberischen Halbinsel und Kleinasien bis zu den britischen Inseln aus – und trotzdem wissen wir kaum etwas über sie. Die Kelten hatten keine Schrift, aber dafür umso mehr Gold. Der Film begleitet Wissenschaftler bei Ausgrabungen und bei der Analyse der reichen keltischen Goldschätze – eine spannende Spurensuche nach einem sagenumwobenen Volk. Woher hatten die Kelten ihr Gold? Die prächtigen Grabbeigaben des Fürsten von Hochdorf, der Münzschatz von Manching, der Halsring der Fürstin von Vix- wo soll die archäologische Suche beginnen? Der Weg der Ur-Kelten aus russischem Gebiet nach Mitteleuropa führte entlang der Donau und ihren Nebenflüssen, die damals reichlich Gold führten. Das Keltengold wurde vor Ort aus dem Fluss gewaschen, doch die Spuren sind verwischt. Der Spezialist Dr. Thomas Stöllner vom Bergbaumuseum Bochum bezweifelt, dass die enormen Goldmengen, die die Kelten verbrauchten, allein mit dieser Methode gewonnen werden konnten. Seine Überlegung: Auch der weitere Weg der Kelten musste dem Gold gefolgt sein. In Frankreich entdeckte die Minenspezialistin Beatrice Cauuet ein ganzes Stollensystem. Eindeutig keltisch! Doch eine Anwort birgt auch hundert neue Fragen: Wie haben die Kelten das Gold extrahiert, wie wurde es bearbeitet, wer kontrollierte Minen und Handel? Da das Gold dem keltischen Glauben nach von den Göttern stammte, hatten ihre Priester, die Druiden, eine ganz besondere Beziehung dazu. Ihre gesammelten Geheimnisse gaben sie untereinander immer nur mündlich weiter, so waren sie Lehrer, Mediziner und Rechtsgelehrte in einem. Ihr “Goldwissen” verhalf den Druiden zu einer einzigartigen Stellung, mit der sie die keltische Wirtschaft kontrolliert haben könnten. Es deutet auch einiges darauf hin, dass Druiden bereits die Goldgewinnung mittels Quecksilber versuchten. Den Römern war das Wissen der Druiden ein Dorn im Auge. Deshalb verboten sie das Druidentum in Gallien mehrmals. Nach ihrer Invasion in Britannien versuchten sie auch dort, den Goldkundigen das Handwerk zu legen. Der römische Angriff auf die letzte Bastion der britannischen Druiden, Mona auf der Insel Anglesey im Jahr 62 n.Chr., war ein blutiges Gemetzel, das Tacitus anschaulich beschrieben hat. So brachten die Römer das Goldmonopol endgültig in ihre Hände. Die Welt der Kelten ging unter , was blieb waren ihre in der Erde vergrabenen Schätze.” (Senderinformation)

Zusammenstellung: Antje Wendel