Tempel Beara

075 :: Ein tibetisch-buddhistischer Tempel in Irland; Dzogchen Beara, Garranes, County Cork

Drei Stockwerke und 15 Meter hoch steht der Buddha-Tempel auf den Klippen von Garranes über der Bantry Bay. Kupferne Pagodendächer, vergoldete religiöse Symbole und geometrische Zierbänder haben den unscheinbaren Baukubus in eine Erscheinung aus einer anderen Welt verwandelt – in ein Gebäude, das in Tibet stehen sollte und nicht darf, eine Glaubensstätte, wie sie Irland noch nicht gesehen hat. Der tibetische Tempel inmitten irischer Bilderbuch-Landschaft kontrastiert die Stereotypen der grünen Insel und fordert die Sinne heraus.

Im Jahr 2010 hatten asiatische Geomantiker Standort, Ausrichtung und Form des Tempels bestimmt, sieben Jahre später sollte er Wirklichkeit sein. Es dauerte einen Missbrauchs-Skandal und eine Pandemie länger. Im Juli 2024 wurde das Haus des Glaubens leise eingeweiht. Vorbei die Zeiten, da das irische Staatsoberhaupt mit dem spirituellen Oberhaupt von Dzogchen Beara öffentlichkeitswirksam zum Feiern kam.

Auffallend der Kontrast von Innen zu Außen: Ein nüchterner Saal, ausgestattet mit moderner Präsentationstechnik, ganz in Weiß gehalten, bestuhlt. Dies könnte ein Konferenzsaal in Dublin sein oder ein Hotel-Foyer in Manhattan – wären da nicht die drei großen goldenen Statuen an der Frontwand des Raumes: In der Mitte der Buddha, zur Rechten der zweite Buddha Tibets, Guru Rinpoche, und links die Grüne Tara, der weibliche Buddha. Möge Tara mit ihrem großen Mitgefühl auch die Studentinnen und Dakinis gut beschützen.      

 

Ortskoordinaten: 51.61456° N, 9.98065° W


Orts-Zeit

 

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Alle Fotos: Markus Bäuchle