110 :: Ardnagashel House and Estate; Ardnagashel, County Cork.
Ich sah einen alten Mann auf dem unbefestigten Fahrweg in einem surreal beleuchteten Myrtenwald auf allen Vieren am Boden kauern. Einen Mann im Blaumann, das lange Resthaar hing ihm wie ein Vorhang vom Kopf, den Blick hatte er auf seine Handschaufel gerichtet. Er putzte eine quer zum Weg verlaufende Regenrinne und hörte mich nicht. Sekunden später, er hatte sich mühsam in die Aufrechte gestemmt, begrüßte er mich freundlich. Ich reichte Richard N. Hutchins, dem letzten Patriarchen von Ardnagashel, die Hand. Es war das Jahr 2005: Der Mann war fast 90 Jahre alt.
Dick, wie er in der Familie hieß, war im hohen Alter nach Ardnagashel zurück gekehrt – nach einem langen Leben als Rechtsanwalt, Wegerechts-Advokat und Familienvater in England. Ardnagashel, den alten Familiensitz in West West Cork zwischen Bantry und Glengarriff, konnte er nie vergessen. Die englische Familie stammte aus Yorkshire und war im 17. Jahrhundert nach Irland gekommen. Sie hatte das Ursprungs-Gebäude von Bantry House gebaut und war 1765 auf die gegenüberliegende Seite der Bucht, nach Ballylicky gezogen. Die Hutchins waren im Fischhandel und mit dem Schmuggel von französischem Weinbrand erfolgreich und besaßen in der Bantry Bay bald große Ländereien. Den Frieden in der Familie konnten sie nicht wahren. Zwischen den Brüdern kam es zu erheblichen Zerwürfnissen, deren Schwester, Irlands erste Botanikerin Ellen Hutchins (1785 – 1815) litt sehr unter den Streiterien. Sie wurde nicht einmal 30 Jahre alt. Im Jahr 1800, auf dem Höhepunkt des Streits, spaltete sich ein Zweig der Hutchins-Brüder ab, verließ das Ballylicky House und gründete drei Kilometer weiter das Ardnagashel Estate.
Seinen Freunden sandte Dick Hutchins vor dem Umzug im Jahr 2005 aus seiner Wohnung im englischen Bedford, zurück nach Ardnagashel diese Nachricht: Er wolle lieber unter Bäumen als im Sessel vor dem Fernseher sterben. Dick ging zurück, von wo er gekommen war. Hier auf dem Familiensitz der einst zweitmächtigsten anglo-irischen Familie in der Bantry Bay, war er am 28. April 1915 als Frühgeburt auf die Welt gekommen. Auf die Kutsche, in der seine Mutter saß, war ein Anschlag verübt worden, die Wehen hatten deshalb viel zu früh eingesetzt.
Es war ein schicksalshaftes Jahr mitten im Großen Krieg. Sechs Tage vor Dicks unerwarteter Geburt war sein Großvater, der Familien-Patriarch Samuel Newburgh Hutchins gestorben. Zwei Wochen nach Dicks Geburt fiel sein Onkel Thomas in der Zermürbungs-Schlacht an den Dardanellen. Weitere zwei Tage später schoss sich Dicks Vater Richard – Bruder von Thomas – in einem Hotelzimmer am Patrick’s Hill in Cork mit seinem Revolver der Marke Smith & Wesson eine Kugel in den Kopf und starb im Alter von 38 Jahren. Der Reserve-Kapitän (Foto oben mit Frau Isabel und Töchtern) sollte am selben Tag an die Front in die Türkei verschifft werden.
Der beharrliche Kampf seiner Witwe Isabel Alice („Bella“) um eine Witwen-Rente blieb erfolglos. Das britische War Office hatte den Fall genau geprüft und sich vor allem mit der Frage beschäftigt, ob sich Captain Richard Hutchins an jenem Morgen in Cork absichtlich erschossen hatte oder ob es ein Unfall war. Es kam zum Schluss, dass Hutchins Tod weder „kriegsbedingt“ noch „dienstkausal“, also nicht durch den aktiven Dienst verursacht war.
So erhielt die Witwe nur eine Einmalzahlung und war mit ihren drei Kindern, Patricia, Peggy und Richard, weitgehend auf sich alleine gestellt. Ihren Mann beerdigte sie auf dem kleinen privaten Familienfriedhof an der westlichen Grenze des Estates. In den Grabstein ließ sie einen alttestamentarischen Bibelspruch aus dem Buch Genesis, Kapitel 31 meißeln: The Lord watch between me and thee when we are absent one from another. Der Herr wache als Späher über mir und dir, wenn wir voneinander gegangen sind.
In den Wirren des irischen Unabhängigkeitskriegs musste die weitgehend schutzlose Isabel mit den Kindern (Foto oben mit Peggy, Dick und Patricia nach einem schweren Sturm im Jahr 1920) Ardnagashel verlassen. Die Gefahr, dass nach Freiheit strebende Iren das herrenlose englische Herrenhaus in Brand stecken würden, war groß. In den Jahren 1919 bis 1923 wurden von der IRA fast 300 anglo-irische Herrenhäuser auf der Insel in Brand gesteckt.
Isabel Hutchins ging mit ihren Kindern zurück nach England. Das Ardnagashel House stand nun lange Jahre leer. Das Anwesen wurde zum Ziel von sogenannten Holz- und Obsträubern, das Gutshaus selber blieb verschont – und in der irischen Bevölkerung wurde getuschelt und gemunkelt. Es kamen Gerüchte in die Welt, sie verfestigten sich zu Geistergeschichten und Schauermärchen, die sich die Menschen hier bis heute erzählen. Ardnagashel galt bald als gespenstischer, verspukter, ja verfluchter Ort, den man meiden musste.
Ardnagashel House brannte dann doch noch ab. West-Ardnagashel samt Haus gehörte seit 1947 der englischen Familie Kaulback, die dort ein landesweit renommiertes Hotel und Restaurant betrieb. 1968 zerstörte ein Kaminbrand das fast 170 Jahre alte historische Gebäude. Ein irischer Käufer baute schließlich in den 1980-er Jahren am Ort des alten Herrschaftshauses einen eher schlichten Bungalow im amerikanischen Stil. In diesem Gebäude direkt am Meer (Foto unten) beherbergten wir ab 2012 mehrere Jahre lang die Gäste unserer Wanderferien und Botanik-Exkursionen.
Wir hatten von den vielen Gerüchten, Geschichten und Legenden gehört, die sich um Ardnagashel rankten und gingen der Sache auf den Grund. Wir besuchten vor allem ältere Irinnen und Iren in den Townlands von Ardnagashel und Ardnatrush und hörten viele interessante Geschichten und jede Menge Yarn, wie man hier sagt – Seemannsgarn:
Der im Jahr 1917 geborene Denis sagte uns: „Sie sagten, es sei ein verwunschener Ort. Ich habe zeitlebens hier das Vieh gehütet und ich habe nie einen Geist gesehen. Die Leute aus Ardnatrush kamen oft nach Ardnagashel und haben hier Holz gestohlen, nachdem Ardnagashel ab 1921 verlassen war. Sie haben diese Geschichte vielleicht in die Welt gesetzt, um uns Leute von Ardnagashel davon abzuhalten, das Holz selber zu holen.“
Peggy, die 1930 geborene Frau von Donie, war überzeugt, dass es in Ardnagashel spukte: „Der Ort war verlassen, wir haben dort oft Äpfel geklaut, Die Kühe mieden den Ort, sie legten sich hin und wollten nicht weiter gehen. Viele Leute haben dort am Friedhof den Mann mit der schwarzen Krawatte gesehen. Er saß auf einem Felsblock, oder tauchte hinter ihnen auf. Es war der Geist eines Hutchins-Mannes, der aufrecht stehend begraben worden war.“
Ihr Mann Donie, der Totengräber, wusste, dass Priester dem Spuk ein Ende bereitet haben sollen: „Es kamen katholische und protestantische Priester zum Hutchins-Friedhof. Ein Priester stand auf dem Grab des aufrecht Begrabenen und rief: ‚Er wird nicht mehr gesehen werden. Er wird nicht mehr auftauchen.‘ Und er wurde nie wieder gesehen.“
Der im Jahr 1931 geborene Jackie wies auf den Sinn der Geschichte hin: „Man sagte von ihm, er sei aufrecht begraben worden, damit die Hutchins Ardnagashel auch nach seinem Tod besitzen würden. Das hat die Leute natürlich beeindruckt. Das war nicht normal und hatte etwas Geisterhaftes. Er hat Ardnagashel gewissermaßen geschützt.“
Laut Jackie waren die Landlords „nicht gut zu den Einheimischen und behandelten ihre Angestellten schlecht. Die Kinder der Hutchins waren hochmütig gegenüber den irischen Kindern. Einmal spielten die Kinder zusammen Ball, und dann wollte ein Hutchins, dem der Ball natürlich gehörte, ihn nicht mehr hergeben. Darauf sagte ein irisches Kind den Satz, der ein geflügelter werden sollte: „Master Tom, can you please pass the ball to Packie?“
Liz, die langjährige Verwalterin der späteren Ferienhäuser im Estate, erinnert sich an die Geschichte, dass im Glockenturm der Stallungen vor langer Zeit eine junge Frau eingesperrt gewesen sei, die nachts geschrien habe. Deshalb habe es bis in die jüngste Zeit in den Ferienwohnungen 4 und 5 am Glockenturm in den ehemaligen Ställen gepoltert. Viele Gäste hätten sich beschwert, vor allem eine Ferienwohnung sei deshalb nur schwer vermietbar gewesen.
Conny hielt nicht viel von diesen Geschichten: „Mein Vater hat 1959 Ardnamanagh, das Townland direkt neben Ardnagashel gekauft. Ich war als Kind fast jeden Tag dort, ich bin immer auch nachts am Friedhof vorbeigelaufen. Wir haben in unserer Lebenszeit niemals etwas gesehen, was auf Geister gedeutet hätte. Wenn es etwas Schlechtes in Ardnagashel gab, dann hatte es seine Ursachen im wirklichen Leben. Mein Vater Con erzählte mir oft: ‚Es gab damals nicht viel zu tun. So haben wir uns einen Spaß daraus gemacht, andere zu erschrecken und ihnen Streiche zu spielen‘. Diese Dinge waren alle von Menschen erfunden.“
Peggy und Donie schließlich erzählten dieselbe Version vom Tod von Captain Richard Hutchins im Jahr 1915. Gerade waren Vater und Bruder gestorben, der Mann habe Angst gehabt, in den Krieg zu ziehen, zumal er kein ausgebildeter Offizier gewesen sei. Er habe sich deshalb in seinem Hotelzimmer in Cork erschossen. Nach damaligem irisch-katholischem Verständnis gehörte ein Selbstmörder, wie sie sagten, genauso wenig auf einen gesegneten Friedhof wie ein aufrecht Begrabener. Deshalb sei Ardnagashel ein verwunschener Ort geworden.
Tatsächlich zieht sich eine lange Spur nicht-natürlicher Tode durch Ardnagashel: Im Jahr 1880, in der Zeit der irischen Landkriege, wurde auf den alten Patriarchen Samuel Newburgh Hutchins, ein Großgrundbesitzer und Rechtssanwalt, ein Anschlag verübt. Er war am 16. Oktober, einem Samstag, mit dem Einspänner und seinem Kutscher John Downey auf dem Heimweg vom Pachteintreiben in Knockane bei Drimoleague. Der Attentäter feuerte zwei Schüsse aus dem Hinterhalt und traf den 25-jährigen Iren Downey. Er war tot. Hutchins griff nach seinem Revolver, um sich zu verteidigen, ließ diesen aber aus Versehen fallen. Er trieb das Pferd des Phaetons zur Flucht an und konnte entkommen. Hutchins blieb unverletzt.
Der alte Denis erzählte mir von der damals kursierenden Vermutung, Samuel Newburgh hätte sich auf den Kutschersitz gesetzt, weil er von dem Anschlagsplan wusste. Die Untersuchung der Polizei fand dafür keine Anzeichen. Als Motiv für den Anschlag wurde die Unbeliebtheit von Samuel Hutchins bei seinen Pächtern vermutet. Er war dafür bekannt, dass er seine Geschäfte unnachgiebig und mit harter Hand führte, dass er hohe Pachtzinsen forderte und säumige Pächter konsequent zwansgsräumen ließ. Michael Downey, der Vater des toten Iren, erhielt später eine Kompensation von 300 Pfund für den Verlust des Sohnes. Das Geld mussten die Pächter der Hutchins aufbringen. Es floss in ein kleines Haus mit Land in Ardnagashel. Denis lebte später lange in dem Haus, nachdem alle Männer der Downey-Familie tot waren und das Haus aufgegeben wurde. Ein weiterer Downey war zuvor beim beim Fischen im Meer bei Ardnagashel ertrunken.
Im Schicksalsjahr 1915, dem Geburtsjahr von Dick Hutchins, starben innerhalb weniger Tage drei Männer der Hutchins-Familie: Samuel Newburgh, Thomas und Captain Richard. In den 80-er Jahren wurde ein Arbeiter tot neben seinem Traktor gefunden, eine Frau starb dort in jungen Jahren. Martin, der langjährige Handwerker-Hausmeister von Ardnagashel House fragte uns im Jahr 2012: „Was, hier wollt ihr wirklich einziehen? Kennt Ihr die ganzen Geschichten nicht?“ Er nahm sich später das Leben – und im Juni 2012 verunglückte unser Freund Bodo Baginski in Ardnagashel tödlich: Er war beim Mähen ein steiles Rasenstück hinunter gefahren, fiel über einen Felsvorsprung und wurde vom Sitzrasenmäher begraben.
Der Freund ist tot, und das schmerzt bis heute. Einem Geist bin ich in Ardnagashel dennoch nie begegnet. Dick Hutchins lachte gerne über den Spuk und die Schauergeschichten. Die Story mit dem aufrecht begrabenen Vorfahren gefiel ihm besonders gut. Er kommentierte sie verschmitzt: „Ich kann mir keinen Iren vorstellen, der ein Grab sechs Fuß tief ausgehoben hätte, um einen verdammten Engländer zu beerdigen.“
Dick Hutchins, ein ebenso machtbewusster wie naturverbundener Mensch, war nach dem Zweiten Weltkrieg regelmäßig zu Besuchen nach Ardnagashel zurück gekehrt – bisweilen aus London mit dem Fahrrad. Er ließ sich vom Stigma des Anglo-Iren nicht beeindrucken, empfand den Familenbesitz am Atlantik immer als seine Heimat.
Menschen wie Dick Hutchins oder sein Nachbar und erster Cousin Cosmo Haskard, ein Gouverneur des Britischen Empires in Afrika und später auf den Falkland Inseln vor Argentinien, wurden als Vertrteter der alten englischen Großgrundbesitzer-Kaste in Irland nicht geliebt – sie wurden geduldet, toleriert, allenfalls geachtet. Auch die Hutchins hatten ihren Reichtum in West Cork auf dem Rücken vieler Irinnen und Iren aufgebaut. Sie besaßen Anteile an den Kupferminen von Allihies auf der Beara Peninsula, waren Großgrundbesitzer und Landlords, waren im Schmuggel und im Fischhandel tätig und bekleideten öffentliche Ämter zur Aufrechterhaltung des eigenen Machtanspruchs. Zwar galten sie als vergleichsweise liberal und „wohltätig“ – und doch waren sie zwei Jahrhunderte lang die willfährige Obrigkeit, die Herrschaft, die auf pünktliche Pachtzahlungen bestand und die hungrige Iren im Gegenzug für etwas Nahrung in harter Arbeit Mauern, Entwässerungsgräben, Wege und Ziergärten bauen ließ.
Auch das Ardnagashel Arboretum haben viele fleißige irische Hände im frühen 19. Jahrhundert nach den Plänen der Hutchins-Brüder angelegt. In unserer Zeit in Ardnagashel versuchten wir mit großem Einsatz, den alten, erstklassigen Baumpark mit vielen einmaligen Bäumen von vier Kontinenten vor dem Zerfall zu retten. Wir hatten keinen Erfolg: Viele Einheimische würden es als gerecht empfinden, „die verdammten englischen Bäume“ endlich zu fällen. Die aufstrebende irische Geld-Elite sah in Ardnagashel dagegen ein Spekulationsobjekt, mit dem man Geld verdienen konnte. Die neuen Eigentümer, Immbobilienhändler aus Limerick, wollten aus dem Baumpark eine große Ferienhaussiedlung machen. Es war dem politischen Einfluss des alten Mannes auf allen Vieren zu verdanken, dass sich die Spekulanten nicht durchsetzten und der historische Baumbestand weitgehend erhalten blieb. Er stirbt nun mangels Pflege und Verjüngung trotzdem einen langsamen Tod. Die besten Bäume der Sammlung sind längst verloren.
Dick Hutchins widmete die letzten Jahre zurück am Geburtsort der Pflege des Waldes von Ost-Ardnagashel. Er ließ viele Pfade anlegen und pflanzte mit Begeisterung neue Bäume und Büsche. Vor allem die Baumfarne hatten es ihm angetan. Der Landbesitz der Familie war nach dem Zweiten Weltkrieg um über zwei Drittel geschrumpft. Der Westteil des alten Estates gehört heute einer irischen Ferienhausgesellschaft in Limerick, der mittlere Teil einer wohlhabenden schwäbischen Familie, die sich hier nie wirklich gesund fühlte. Nur das östliche Drittel, East Ardnagashel mit Frank’s Wood, blieb im Familienbesitz. Dort, wo Dick Hutchins bis 2012 bescheiden in einem großen grünen, von ihm selbst mit Holz beheizten Wohnwagen gelebt hat, steht nun das große Haus einer Enkelin, die sich wenig mit der Vergangenheit beschäftigt, nicht weit über der Hochwassermarke.
Im Jahr 1880 hatten die Hutchins einen Baum in Irland eingeführt, dessen Samen der Pflanzenjäger William Lobb vier Jahrzehnte zuvor aus Chile in den Botanischen Garten von London gebracht hatte: die chilenische Myrte Myrtus luma, die heute als Luma apiculata klassifiziert wird. Der Baum mit der glatten orangefarbenen Rinde fühlt sich in Irland fast wohler als in seiner alten südamerikanischen Heimat. Er überzieht 145 Jahre später einige Landstriche von West Cork. Der Restbesitz der Hutchins in Adnagashel besteht hauptsächlich aus Myrten. Sie bilden dort den größten Myrtenwald West-Europas. Manche nennen den vitalen, invasiven Baum, der langsam und mächtig alle anderen Pflanzen unter sich begräbt, den Fluch der Hutchins.
Dick Hutchins, der alte Mann, der im Januar 2013 nach einer letzten Reise im Alter von 98 Jahren bei seiner Tochter südlich von London starb, hat die Bäume und Pflanzen geliebt. Er wusste, dass sie mächtiger sind als wir, dass sie uns am Ende überleben – und uns unter sich beerdigen. Seine Asche wurde, wie von ihm verfügt, im Grab des Vaters unter alten Myrten und einer großen Colorado-Weißtanne auf dem kleinen Familienfriedhof von Ardnagashel beigesetzt.
Ortskoordinaten: 51°43’40.0″N 9°28’19.4″W
Das Inhaltsverzeichnis in Bildern für ein wachsendes Buch der Tage und der Orte. KLICK.
Alle Fotos: privat; außer ganz unten: Kurt Stölzle; 3. von unten: Andreas Tetzlaff; 4. von oben; Markus Bäuchle (2) [ed260825]







Wow! Wie interessant und spannend, lieber Markus. Solche Berichte vermitteln einen tiefen Eindruck in die Geschichte und den früheren Alltag bis heute. Sie sind unbezahlbar! Ich könnte solche Geschichten jeden Tag lesen. Das gäbe ein perfektes Hörbuch, denn du schreibst so schön, klug und poetisch! Vielen Dank dafür. Herzliche Grüße, Kathrin