
Außerhalb der Klassik-Szene dürfte der schottisch-spanische Gitarrenvirtuose David Russell nur wenigen Fans der Irish Music ein Begriff sein. Trotz ausgebuchter Konzertsäle und gut besuchter Workshops (z.B. Aschaffenburger Gitarrentage) finden wohl überwiegend Gitarristen zu seiner Musik. Ender der 90-er Jahre produzierte er laut Kennern der irischen und schottischen Musik eine geradezu bahnbrechende CD. Mit Message of the Sea brachte der 1953 geborene Russell ein Album auf den Markt, das es sich zum Anspruch machte, Jigs und Reels und andere dem keltischen Kulturraum entstammende Tänze nicht nur im Originaltempo zu spielen, sondern auch mit allen typischen Verzierungen zu versehen, die sonst Flöten und Geigen vorbehalten sind. Hinzu kommen noch unglaubliche polyphone Bassläufe, die man aus der klassischen Musik kennt — das alles so souverän und dynamisch, dass man mit geschlossenen Augen tatsächlich ein kleines Orchester vor einem zu spielen glaubt. Russell gehört in die Top Ten der Gitarrenvirtuosen und verbeugt sich tief vor der irischen Musikkultur, indem er dem Folk zugeordnete Musik in sein Klassikprogramm aufgenommen hat. Ein Konzertbesuch gilt als ein besonderes Erlebnis. Wer dazu keine Gelegenheit hat, wird im Internet zahlreiche ansprechende Videos finden. Zum Beispiel dieses:
Sehenswertes Video:
Die Homepage des Künstlers:
http://www.davidrussellguitar.com/

Ich liebe Gitarrenmusik und habe mich gefreut, bei meinem eher zufälligen Besuch hier auf der Seite einen solchen tollen Tipp gelesen zu haben, danke :-)
Danke, Patrick, für die immer wieder tollen Musik-Tipps! Ich habe hier schon manches entdeckt, was ich bislang nicht kannte und jetzt mit Freude höre.
Viele Grüße aus Norddeutschland
Susanne