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Foto-Story der Woche: Heute kehrt Kevin Balanda auf seiner fotografischen Reise nach West Cork zurück.
Irlands Milchviehwirtschaft: Eine Branche, aufgebaut auf kleinen, generationenübergreifenden Familienbetrieben
Auch wenn ihre Zahl zurückgeht, gibt es in Irland noch rund 16.000 familiengeführte Milchviehbetriebe. Die durchschnittliche Größe eines irischen Milchviehbetriebs liegt bei etwa 34 Hektar, die durchschnittliche Herdengröße bei rund 98 Kühen. Der allergrößte Teil der irischen Milcherzeugung stammt von diesen kleinen Familienbetrieben; sie bilden nach wie vor das Rückgrat der bedeutenden irischen Milchindustrie (2023/2024).
Diese Fotos sind auf einer Fahrt auf einer der unglaublich schönen Halbinseln im Süden von West Cork entstanden. Das Wohnhaus teilt sich ein paar seiner Steinmauern mit den Wirtschaftsgebäuden – ein Hinweis darauf, wie eng das Familienleben und der Familienbetrieb früher miteinander verwoben waren.
Auch wenn in diesen Stallungen längst keine Arbeit mehr verrichtet wird, sind sie keineswegs untypisch für die vielen Höfe, die in den abgelegenen Regionen Irlands noch immer in Betrieb sind. Jeder dieser Höfe bewahrt seine eigene Besonderheit – nicht nur in baulichen Details, sondern vor allem in den Geschichten über die Menschen, die die wilden Landschaften von West Cork und Irland bewohnen.
Einige dieser Fotos habe ich auf Social Media veröffentlicht – sehr zu meiner Freude meldeten sich daraufhin mehrere Menschen. Sie waren alle Cousins und Cousinen, deren Eltern in diesem Bauernhaus aufgewachsen waren. Die Elterngeneration umfasste zehn Geschwister und reicht bis ins frühe 20. Jahrhundert zurück. Viele ihrer Kinder wohnten noch in der Gegend oder arbeiteten weiterhin in der Landwirtschaft.
Das Landleben sollte man vielleicht nicht romantisieren. Es war und ist ein hartes Leben. Doch die Menschen, die sich bei mir meldeten, hatten viele glückliche Erinnerungen. Die alten Wirtschaftsgebäude und das Bauernhaus mögen in die Jahre gekommen sein – die Geschichten, die sie erzählen könnten, sind zeitlos.
Auch wenn manche dieser Geschichten traurig sind, sind sie doch Teil der Schönheit der wilden Landschaften von West Cork und Irland.
Für Fotografen: Für die Fotos dieser Montage wurden unterschiedliche Brennweiten und Belichtungseinstellungen verwendet. Alle Bilder wurden in Lightroom bearbeitet.
© Kevin Balanda
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Hi Kevin
Immer wenn ich hier gerade beim Packen für unseren Umzug mal ein bisschen ausruhe und am PC abends/meist nachts mails checke, Bilder bearbeite, Musik höre… habe ich in den letzten Wochen immer mal auch die Spur einer jungen englischen Familie verfolgt, die in Irland ein über 250 Jahre altes leerstehendes Bauernhaus gekauft und es Stück um Stück nur mit Hilfe weniger Freunde in Eigenarbeit rekonstruiert hat…
Deine Bilder dieses verlassenen Hofes in West Cork haben mich sofort an diese Geschichte (n) von Bec und Sam und ihren beiden Kindern Isabella und Euan erinnert. Bec hatte dazu unter
„The Irish Homestead“ bei yt viele kleine Videos veröffentlicht: von der Suche nach einem Hof zur Selbstversorgung, bis zum Kauf und all die schweren Schritte bis alles fertig war (Einzug nach 2 Jahren harter Arbeit)…und dem Find- Esel Toby haben sie dabei auch gleich ein neues Zuhause gegeben wie auch einigen Findelkatzen…
https://www.youtube.com/watch?v=gHAikd7Ok2M
(die ersten 18 Monate Zusammenfassung)
https://www.youtube.com/watch?v=nyjzutzh1t4
(2 Jahre Nach der Rekonstruktion Einzug ins Haus)
Vielleicht wird ja dieser kleine Hof, den Du hier abgebildet hast im wilden und zugleich wunderschönen Südwesten auch ein neues Herz bekommen eines Tages…
Danke für die Geschichten und die Bilder
Wow, this is such a cool coincidence! In late October, less than two months ago, I stayed on this gorgeous peninsula in West Cork for five nights on a still functioning dairy farm. On my first day I took a long walk, passing the large milk truck several times, which naviagted the narrow country roads with ease, stopping at the various farms picking up milk, and of course I walked past this very house and took a picture!