Die Bogenbrücke von Mizen Head, das Wahrzeichen Südwest-Irlands, wird pünktlich zum 100. Geburtstag komplett erneuert. Noch im September sollen die Arbeiten zum Bau einer neuen Brücke zur alten Signalstation beginnen, im kommenden Sommer, zum 100. Geburtstag, soll die Brücke fertig sein. Die Konstruktion wird der bestehenden Brücke gestalterisch nachempfunden, sie soll aber breiter gebaut werden. Genau genommen werden die neuen Träger außerhalb der bestehenden Brücke gebaut, bevor die altersschwache Konstruktion abgerissen wird.
Die 52 Meter lange weiße Bogenbrücke, die über einen 45 Meter tiefen Abgrund hinwegführt und die für nicht schwindelfreie Besucher immer eine Herausforderung darstellt, war in den letzten Jahren zunehmend baufällig geworden und musste mit einem Gerüst gestützt werden. Im ersten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts galt der Bau dieser Konstruktion als Sensation: Es war eine der ersten Stahlbetonbrücken in Irland und die längste auf den Britischen Inseln. Die gefährlichen Bauarbeiten dauerten von 1908 bis 1910.
Der Mizen-Head-Kooperative, der 600 lokale Anteilseigner angehören, ist es nun mit einem großen Kraftakt nach mehren Anläufen gelungen, die Finanzierung für das Brückenprojekt zu sichern: Die Rede ist von einer Million Euro Baukosten. Angesichts der Höhe der Investition bangte das Besucherzentrum am Mizen Head einige Jahre lang um seine Zukunft. Denn ohne Brücke wären die Signalstation, das Leuchtturm-Museum und die herrliche Aussichtsplattform auf den offenen Atlantik und die bizarre Felsenküste, nicht mehr erreichbar.
Über den Herbst und den Winter bleiben die