
Das Cork County Council als lokale Abfallbehörde führte 2004 sogar ein hochmodernes Abfallsystem ein und rechnete die Müllgebühren verursacherorientiert nach Gewicht ab – ein Chip an der Mülltonne und eine Waage am Müllwagen machten es möglich. Doch es half alles nichts: Man hatte versäumt, die Pflicht zur Tonne einzuführen, und ohne diese Kontrolle drücken sich weiter viele Haushalte um Abfuhr und Gebühr. Der Müll der Tonnenlosen wandert irgendwohin, wird verbrannt, vergraben, im besten Fall privat zur Deponie gefahren.
Die schwache Beteiligung an der öffentlichen Müllabfuhr widerum ließ den eigentlich vorbildlichen Abrechnungmodus nach Gewicht vorerst scheitern, die Behörde erhöhte die allgemeine Grundgebühr für die angeschlossenen Haushalte drastisch, um sich wenigstens einen Grundstock an Einnahmen zu sichern.
Derweil ist bei uns immer noch Mittwoch, M wie Müllabfuhr. Immer wieder mittwochs laden wir die 120-Liter Müll- oder die Recycling-Tonne in den Kofferraum und fahren Sie einen Kilometer weit zur Hauptstraße. Wir leben, wie etwa 40 Prozent der Bevölkerung, an einem kleinen Sträßchen. Das County Council schafft es nicht, diese Haushalte „zweiter Klasse“ anzufahren und begründet den Service-GAU damit, dass die Müllfahrzeuge zu groß seien. Über die fehlende Kundenorientierung der Behörde ärgern sich Viele, vor allem ältere Menschen und diejenigen, die keinen großen Kofferraum haben. Bislang hat es ihnen nichts genützt und so nehmen sie vorlieb mit Streichholz, Gruben, Straßengräben…
hallo markus,
ich bin durch eliane auf dich gestoßen und lese mich jetzt hoch interessiert durch deinen blog..so viele themen,..manches will man gar nicht glauben…du öffnest einem die augen !
eine schöne woche
und viele grüße
barbora