Ikonen der Gegenwart. Neue Bilder aus Irland

Windfarm irland

Windfarm über Farmhaus in Colomane, Bantry

Ikonen der Gegenwart. Neue Bilder aus Irland: Die Windfarm über dem Cottage. Ein Inselland zwischen Image und Wirklichkeit.

Foto: Markus Bäuchle

Von |2018-10-23T08:54:10+00:0022. Oktober 2018|3 Kommentare

Über den Autor:

Markus Baeuchle
Autor, Journalist und Wanderer. Lebt in Glengarriff im Südwesten Irlands. Mit Markus und seiner irischen Outdoor-Firma Wanderlust können Sie Irlands faszinierende Natur von den schönsten Seiten zu Fuß erleben.

3 Kommentare

  1. Patrick Steinbach
    Patrick Steinbach 23. Oktober 2018 um 10:35 Uhr - Antworten

    Irland wollte ja in den späten 70ern (?) einige der neuen und verheißungsvollen Atomkraftwerke bauen. „Gegenwind“ bekamen sie zum Beispiel von irischen Folkmusikern. Gruppen wie Planxty positionierten sich klar gegen Atomkraft und hatten sehr viel Sympathien in der Bevölkerung. Dass Irland Atomstrom aus GB importiert war mir neu, ist allerdings naheliegend.

  2. Patrick Steinbach
    Patrick Steinbach 23. Oktober 2018 um 7:30 Uhr - Antworten

    Windkraft ist halt eine halbwegs saubere Energie und zudem in Irland reichlich vorhanden. Insofern sind Windparks auch vernünftig. Trotzdem ruft das Bild ein Unwohlsein hervor, eine Kollision von Romantik und Vernunft. Wie stehen die Iren denn selbst zu dieser Art der Energieversorgung?

    Bestes von
    Patrick

    • Markus Baeuchle
      Markus Baeuchle 23. Oktober 2018 um 8:53 Uhr - Antworten

      Patrick, die Stimmung ist geteilt – wie wohl in Deutschland auch. Noch allerdings gibt es längst nicht so viele Windräder in Irland, wie man es angesichts der Lage am windreichen Atlantik vermuten könnte. Statt dessen wird vereinzelt immer noch Torf verbrannt, um Kraftwerke zu betreiben.
      Interessantes Detail: Schon im Jahr 1987 nahm die Coop auf der Irischen Insel Cape Clear eine von einer deutschen Firma gefertigte Windkraft-Anlage in Betrieb. Es war eine Weltneuheit: Zwei 30-kW-Windräder lieferten im Zusammenspiel mit Diesel-Generatoren und Batterien über zehn Jahre lang den Strom für die Insel – bis ein Unterwasserkabel Cape Clear mit Strom vom Festland versorgte. Heute liegen die verrosteten Reste der beiden Turbinen unbeachtet auf Clear´s höchstem Hügel.
      Irland hat sich lange stolz als „atomfrei“ bezeichnet, dabei aber geflissentlich übersehen, dass der Atomstrom in großen Mengen vom Nachbarn Großbritannien importiert wird. Die Klimaschutz-Ziele 2020 werden in Irland übrigens klar verfehlt.

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