Irlands Super-Sommer bringt Dürre und Wassermangel

Irischer Sommer. Wer kann, hält sich jetzt am Strand auf.

Sommer in Irland, Hitzewelle und Dürre. Das irische Wetteramt Met Eireann legte sich heute fest: Der irische Super-Sommer wird sich auch in die kommende Woche ziehen. Die Temperaturen haben sich derzeit zwar etwas gemäßigt und liegen nicht mehr über 30 Grad wie in den vergangenen Tagen sondern um die 25 Grad. Genug, um diesen Sommer den „heißesten und längsten Sommer seit dem Jahr 1976“ nennen zu können. Die Heat Wave, die Hitzewelle, und der seit über einem Monat ausbleibende Regen sorgt nun für große Aufregung in der öffentlichen Wetter-Diskussion – und wer kann, sucht sich einen ruhigen Platz an einem der herrlichen Stände der Insel.

Nun warnen die Behörden vor Dürre und Wassermangel. Im Großraum Dublin wird nachts bereits der Wasserdruck gesenkt, um Wasser zu sparen. Die Menschen auf der Insel wurden dazu aufgerufen, vernünftig mit den Wasser-Reserven umzugehen und kein Wasser zu verschwenden. Für das Ballungszentrum von Dublin gibt es mittlerweile sogar Verbote: Der Einsatz von Gartenschläuchen ist jetzt verboten.

Vielen Menschen mit eigener Wasserversorgung ist bereits das Wasser ausgegangen, aus dem Wasserhahn tröpfelt es nur noch. Flüsse und Bäche sind ausgetrocknet – und die Wasservorräte im Land schrumpfen bedrohlich. Die Landwirte klagen über drastischen Wassermangel, die Unterversorgung von Tieren und Pflanzen. In den Vorgärten verbrennt der Rasen und auf den Straßen schmilzt der Teer . . .

Orte der Ruhe: Irlands herrliche Strände

Die Wasserbehörde Irish Water mahnt alle Bürger zum Sparen und blickt sorgenvoll auf den kommenden Winter. Ja, Winter: Denn derzeit verbraucht das Land gerade die Wasserreserven für die kälteren Monate, und es erscheint unwahrscheinlich, dass sich die irischen Wasser-Depots vom Rekordverbrauch der vergangenen Wochen erholen können. Das Traurige an der Wasserkrise: Geschätzt die Hälfte des Trinkwassers geht auf dem Weg zu den Menschen verloren: Das Wassernetz ist in einem desolaten Zustand, alte leckende Leitungen lassen fast jeden zweiten Liter Wasser ungenutzt verschwinden. – und nach der irischen Wasser-Rebellion von 2014 gibt es in Irland weiterhin keinen politischen Willen, keine Wassergebühren und damit auch nicht genug Geld für eine radikale Sanierung der Wasser- und Abwassernetze.

Ein Ende der Heat Wave ist also nicht in Sicht: Der Mega-Sommer wird auch in den kommenden Tagen anhalten. Hier an der Atlantik-Küste Südwest-Irlands genießen wir den Wander-Sommer.  Am Meer oder an einem der vielen Seen finden wir Erfrischung, in den Bergen wehr fast immer eine angenehm frische Brise. So macht Wandern auch den Gästen Spaß, die das Mittelmeer-Wetter bevorzugen. Für Kurz-Entschlossene: Wir haben noch ein paar Plätze frei für die kommenden Wander-Wochen: www.irland-wandern.de.

Fotos: (c) Markus Baeuchle 2018

Wandern am irischen Atlantik: www.wanderlust.de

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Von |2018-07-03T18:52:56+00:003. Juli 2018|3 Kommentare

Über den Autor:

Markus Baeuchle
Autor, Journalist und Wanderer. Lebt in Glengarriff im Südwesten Irlands. Mit Markus und seiner irischen Outdoor-Firma Wanderlust können Sie Irlands faszinierende Natur von den schönsten Seiten zu Fuß erleben.

3 Kommentare

  1. Sibylle Quint 4. Juli 2018 um 11:28 Uhr - Antworten

    Wir sind nun schon seit zwei wochen in Schottland unterwegs und hier sieht es in weiten Teilen des landes ähnlich aus; die Natur leidet- die menschen freuen sich. Uns wird wohl auch niemand zu hause glsuben: „ wie- Schottland- und kein Regen?-!!!!! Hier werden Quadratkilometer die Felder bewässert! Mal schauen wie lange das noch gutgeht und die Menschheit lernt, über ihre Nasenspitze hinauszusehen! Grüsse aus Schottland

  2. Maggie 3. Juli 2018 um 11:42 Uhr - Antworten

    Irgendwie grenzt es schon an Ironie, dass ausgerechnet in Irland das Wasser knapp wird. Kann man sich als Laie kaum vorstellen…

    • Markus Baeuchle
      Markus Baeuchle 3. Juli 2018 um 18:43 Uhr - Antworten

      Stimmt, Maggie. Das glaubt man erst, wenn man es mal erlebt hat . . . 😉

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