Ein Silberstreif am Horizont. Ein Goldstreif? Sonnenlicht, das hinter einer Wolkenwand den Atlantik beleuchtet. Warum berührt uns die Landschaft Irlands? Kein anderer hat dies so gut erklärt wie der früh verstorbene irische Philosoph John O’Donohue:

„Das Gefühl unserer uralten Sehnsucht nach der Natur wachzurufen kann uns dabei helfen, unsere Sehnsucht zu verankern, Wenn wir allein hinausgehen und in die Einsamkeit eintauchen, kehren wir heim zu unserer Seele. Wenn wir einen Platz in der Natur finden, an dem unser Geist und Herz zur Ruhe kommen, dann haben wir einen Zufluchtsort für unsere Seele entdeckt“*

Die Weite der irischen Landschaft, der freie Blick hinaus auf das Meerespanorama des Atlantiks, der weit offene Raum der Berge. Manche Hartherzigen halten Sehnsucht für Schwäche. Sie wissen nicht, was sie entbehren. Sehnsucht ist ein mächtiger Antrieb – und Irlands Landschaft ein großer Seelenraum, um Sehnsucht und Zugehörigkeit in die Balance zu bringen.

 „Wenn die Sehnsucht stirbt, endet alle Kreativität“*

* John O`Donohue, Landschaft der Seele, dtv 2000; Foto: Markus Bäuchle am 27. September 2011

 

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