
Aber Achtung: Wer jetzt denkt, dass sich in der irischen Hauptstadt spätsommerliche Besonnenheit breit macht, der hat sich kräftig geschnitten. Dublin kennt keine Ruhe und auch diesen September ist wieder jede Menge los in der Baile Átha Cliath:
Hot oder not? Wenn in Dublin die Sonne scheint…
Was beschäftigt die Dubliner in diesen Tagen? Ja meine Lieben, es sind zwei sehr einfache Dinge.
1. Der Vekehr. Das ist nämlich so: Wenn die Kinder aus den Sommerferien auf die Schulbänke zurückkehren, müssen auch die Eltern wieder ins Büro. Mit einem Schlag wälzen sich morgendliche Verkehrsmassen durch Dublins Strassen, wo eben noch gähnende Leere herrschte. Alle sind genervt, aber mit dem Auto fahren sie trotzdem.
2. Das Wetter. Das ist ja in Irland bekanntlich immer dagegen. In diesem Fall gegen die irischen Schulkinder. Denn es ist traditionell so: haben die Dreikäsehochs Sommerferien, gießt es in Strömen, müssen sie zurück in die Schule, kommt die Sonne heraus.
Ein typisches Montagsmorgens-Gespräch in einem irischen Fahrstuhl sieht daher zur Zeit so aus:
„Bloody traffic. It took me an hour to get in“
„Yes, I was stuck on the M50 myself. But, hey, at least the weather is nice.“
„Yeah, what a brilliant day. Typical, isn’t it? As soon as the kids go back to school the sun comes out“
Fazit: Hot ist hier nur der Auspuff – darum eine Runde Mitleid mit dem irischen Nachwuchs.
Absolut Fringe
Seit nunmehr 18 Jahren findet dieses tolle Kunst- und Kulturfestival jeden September in Irlands Hauptstadt statt. ‚Fringe‘ bedeutet nichts anderes als Rand oder Saum – und genau darum geht es auch. Hier kommen die Künstler zum Einsatz, die nicht auf den großen Bühnen der Welt stehen, weil ihr Angebot zu speziell, zu ausgefallen oder vielleicht einfach noch nicht entdeckt worden ist. Vom 8. -23. September werden also wieder über 90 Schauspieler, Komödianten, Zirkusartisten, Tänzer, Musiker und vieles mehr ihre Künste zur Schau stellen. Wer sich zufällig in Dublin auffhält, der sollte unbedingt vorbeischauen. Mehr Info gibt es hier: Fringefest
Fazit: einfach toll!
Die legendäre Bücherei des Trinity College und das Book of Kells

Fazit: Ein Hauch von Harry Potter – verstaubt und magisch schön.
Der Oscar für Best Pub in Town geht diesmal an das: O’Donoghues im Herzen Dublins auf der Merrion Row. 1934 von Paddy and Maureen O’Donoghue gegründet, ist es seit jeher bekannt für seine ‚Trad Music‘ Sessions, also irische Volksmusik mit Flöte und Fiddel. Der Legende nach fanden die berühmten Dubliners in exakt jenem Pub zueinander – aber auch andere bekannte Musiker haben hier gespielt, etwa The Fureys, Seamus Ennis und Joe Heaney. Das O’Donoghues verströmt auch heute noch ur-irischen Charme und bei schönem Wetter kann man (und auch frau) das Guinness ganz entspannt im offenen Innenhof in der Sonne genießen. Schaut mal hier: O’Donoghues
Fazit: Hier wohnt die Seele Dublins – also nix wie hin.




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