
Um 3 Uhr nachts im vergangenen Februar hatte ÓMuirís vierjährige Tochter Bríona demnach ein fremdes Mädchen mit dunklen lockigen Haaren fernsehend im Wohnzimmer der Residenz angetroffen. Spätestens dann war der Bürgermeister überzeugt: In diesem Haus „geht es nicht mit rechten Dingen zu“. Auch in einem Zimmer im obersten Stock soll es laut Naioise spuken: Dort sei vor einigen hundert Jahren jemand gestorben und wenn man im Raum sei, werde man vom Geist dieser Person beobachtet. Der Bürgermeister ist von den Vorkommnissen nicht sonderlich beunruhigt, er hält die Geister für eher ungefährlich und nimmt die Sache schon deshalb gelassen, weil seine Amtszeit im Juni ausläuft. Er zieht mit seiner Familie in die eigene Wohnung zurück. Dann soll sich sein Nachfolger mit den Untoten im Mansion House auseinandersetzen.
Nun fragen sich die Superrealisten: Hat Naoise ÓMuiri vielleicht eine Meise? Doch wer weiß das schon. Zumindest ist Naoise nicht der erste und nicht der einzige, der über Geister in dem 1710 gebauten Gebäude in der Dawson Street berichtet. Schon wiederholt wurde dort von merkwürdigen Mitbewohnern berichtet, die keinen Pass besitzen und keine Miete zahlen. Das Mansion House ist seit dem Jahr 1715 Sitz der Bürgermeister von Dublin.
Foto: Wikipedia
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