Aufwärts! Es gibt wieder gute Nachrichten aus Irland! Nach einem medialen Katastrophenjahr – Stichworte: Krise, Pleite, Rezession, Arbeitslosigkeit, hungernde Pferde, auswanderende Menschen, Flugzeugabsturz – wurde gestern der böse Bann gebrochen. Endlich ereilte eine positive Super-Nachricht von der Grünen Insel die Weltpresse:

Mann rettet Hund



Im Ostküstenstädtchen Greysteone fiel ein acht Wochen junges Hündchen in einen Gartenteich. Der kleine Nutty, ein Jack Russel-Welpe, lag schon minutenlang reglos auf dem Grund des Teiches, als sein Herrchen dem grimmen Schnitter ein Schnippchen schlug. Hundezüchter John Greene fackelte nicht lange und setzte eine lebensrettende Mund-zu-Schnauze-Beatmung an. Nach zehn Minuten intensivster künstlicher Sauerstoffzufuhr kam Nutty-Baby tatsächlich wieder in die Gänge und fetzt nun vergnügt durch Johns Garten als wäre nichts geschehen.

Es scheint, dass selbst die Weltmedien Mitleid mit dem armen gebeutelten Irland haben und die Meldung vom tierlieben Lebensretter deshalb begierig verbreiteten. In unangemessener Sensationslüsternheit hatte der Wanderer die Überschrift der Meldung übrigens zunächst  völlig verdreht wahrgenommen: „Hund rettet Mann mit Mund-zu-Schnauze-Beatmung“. Na, das wäre erst was gewesen. Aber seien wir nicht undankbar. Der Tag in Irland ist gerettet. Danke John, danke Nutty!