
Hunderte Schaulustige versammelten sich gestern und heute hoffend und bangend im Hafen von Baltimore, doch sie wurden nur Zeugen das langsamen Sterben des Wales. Patrick Whooley von der Irish Whale and Dolphin Group erklärte den versammelten irischen Medienvertretern, dass es zum Nichtstun keine Alternative geben: Weder Befreiungsversuche noch Sterbehilfe hätten realistische Chancen auf Erfolg. So blieb nur Hilflosigkeit und die Vorbereitung einer logistischen Großtat. Der Abtransport eines derart massiven Tierkörpers wird die Behörden vor eine große Herausforderung stellen.
Die gute Nachricht in der schlechten: Die IWDG hat in den vergangenen Monaten festgestellt, dass wesentlich mehr Wale als in früheren Jahren die Küstengewässer vor Irland besuchen. Damit häufen sich wohl auch die Strandungen. Am Dienstag strandete übrigens fast zeitgleich ein weiterer, gut 20 Meter langer Finnwall auf der britischen Nachbarinsel in Carolyn Bay in Cornwall. Er starb.
EDIT Donnerstag: Die Leidenszeit ist vorbei, der Wal von Baltimore ist heute gestorben.

Ich habe das Leiden des Tieres leider auch miterlebt
http://www.slides-only.de/berichte/neueste-berichte/irland/15-4/
Rüdiger