Wenn in Irland ein Konzert auf 20 Uhr angesetzt ist, dann treffen sich um 20 Uhr meist die deutschen Besucher, um sich gemeinsam über die Unpünktlichkeit der Gastgeber zu wundern. Das Publikum wird ab 21 Uhr einlaufen und das Konzert wird mutmaßlich um 21. 30 Uhr beginnen. Jeder weiß das, außer den „Feckin German“ Pünktlichkeitsfanatikern.

Dass die Bayern und die Iren wesensverwandt sind, wird schon lange und gerne behauptet. Geübt in den gemeinsamen Traditionen des Katholizismus, des fröhlichen Fastenunterbrechens, der freudigen Doppelmoral und der sündigen Unschuld sind die Bayern eigentlich die Iren Deutschlands. So passt der Paddys Day nach München wie sonst nur nach Dublin.
In Dublin wird der irische Nationalfeiertag 17. März 2012 übrigens mit einem Festival vom 16. bis zum 19. März gefeiert, und New York, wo die Parade im 18. Jahrhundert von irischen Auswanderern erfunden wurde, marschiert pünktlich am 17. März. Es lebe Irland, es lebe die Irishness, es lebe St. Patrick, ähhmm, wer? Wir haben uns einmal umgehört, wer am Patrick´s Day eigentlich gefeiert wird. Die Antworten waren erheiternd bis erschütternd. Aber davon ein andermal.
Fotos und alle Infos zum Münchner P´Day: www.patricksday.de

.. und von München nach Wien ist´s auch nicht mehr weit ;-). Neben dem altehrwürdigen Burgtheater steht das Zelt, wo grünes Bier gezapft und das ganze Wochenende irische Musik gespielt wird…