Jedes Urlaubsziel lebt davon, dass die Urlauber hinkommen – und wenn sie dort sind – herumkommen, dass sie anreisen und die Gegend bereisen können. In Irland hört man auch aus Regerungskreisen immer wieder, wie wichtig der Tourismus als Wirtschaftsfaktor für die Insel ist – eine gelungene Wirtschaftsförderung kann man der irischen Regierung allerdings nicht nachsagen. Gerade jetzt, in Zeiten der tiefen Rezession, unternimmt die Regierung nichts, um günstige Rahmenbedingungen für den Tourismus in Irland zu schaffen. Im Gegenteil.
Mit Abflugsteuern, hohen Flughafengebühren und Dauergezänk motiviert die desolate politische Führung den widerspenstigen Ryanair-Chef Michael O’Leary zu mehr und mehr Einschnitten in die Flugverbindungen nach Irland. Ergebnis: Die Flugkapazitäten sind in den vergangenen zwei Jahren drastisch gesunken: Weniger Strecken und weniger Flüge nach Irland, was bedeutet das am Ende? Weniger Gäste.
Ob das zu einer Erholung der ohnehin gebeutelteten Tourismusbranche führen wird? Im vergangenen Jahr brach die Zahl der Gäste in Irland um 11,6 Prozent auf 6,9 Millionen Besucher ein. Nun fürchten die Tourismusverbände weitere dreistellige Mllionenverluste durch den Mangel an Autos. Sie laufen deshalb Sturm und fordern von der Regierung schnelle Lösungen. Die Hoffnung stirbt zuletzt.

Hinterlasse einen Kommentar