
Der große Appetit macht die vor und nach ihren Beutezügen stundelang faul auf Felsen dösenden Robben bei den Fischern ziemlich unbeliebt; mehr gewogen sind Ihnen die Tag für Tag Touristenboote an den Robbenfelsen vorbeisteuernden Fährenbetreiber. Die Ferry People verkaufen die kurz Fahrt zur prächtigen Garteninsel Garinish Island gleichzeitig als Robbenbeobachtungs-Exkursion – und nehmen stolze zehn Euro pro Person für den zweimal zehn Minuten dauernden Trip. Dafür fahren sie die neugierigen Gäste bis auf wenige Meter an die wenig menschenscheuen Tiere heran.
Es lohnt sich, die Seehunde von Glengarriff zu besuchen – den großen Weiß-Grauen, den die Einheimischen Charlie nennen, oder Diarmud, den rotfleckigen Senior, und all die anderen, grazileren Hochleistungsschwimmer und Spitzentaucher; und man kann sie kostenlos auch vom Festland aus beoabachten – beispielsweise am Seal Point.
In etwa zwei Wochen werden die Seehunde von Glengarriff mit den ersten Jungen unterwegs sein. Diese können von ihrer ersten Lebensstunde an schwimmen und sind deshalb weniger gefährdet als die recht hilflos an Land aufwachsenden weißfelligen Babys der Sattelrobbe.
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