Das Schwein lebt. Nimm Dir, wenn Du magst, die Zeit, 30 Sekunden nur,  und schau einmal in die Augen eines Schweines. Dieses schöne, hoch intelligente, fühlende Tier soll möglichst billig sterben, nur damit wir uns am Grill laben können, obwohl wir längst satt sind?

Blöde Frage. Schweine sind doch dazu da, uns Steaks und Schnitzel zu liefern, so gut und billig wie möglich. Alleine in Irland werden Jahr für Jahr dreieinhalb Millionen Schweine (3,5 Millionen) getötet, damit wir möglichst jeden Tag Fleisch essen können.

Blöde Frage? Brownie das Schwein lebt. Wir haben in den vergangenen Monaten Geld gesammelt, damit dieses Schwein leben kann. Vielen Dank allen Spendern, wir haben bis heute 875 Euro zusammen bekommen, damit Farmerin Yvon das Tier weiter unterstützen kann. Die 875 Euro sichern Futter und Unterhalt für etwa ein Jahr. Würde Yvon das Bio-Schwein schlachten, würde sie Profit machen. Warum also soll dieses Schwein leben? Sie will, und wir wollen, dass es lebt.

Ganz einfach. Brownie ist ein Protest-Schwein. Gegen die industrielle Massentierhaltung, gegen den lebensfeindlichen Umgang mit unserem Planeten und seinen Lebewesen. Brownie leben zu lassen, hat symbolischen Wert und beispielhafte Kraft: Dieses Schwein soll leben,  damit es anderen Schweinen einmal besser gehen soll – mehr noch: dass es uns Menschen wieder besser gehen wird.

Danke!

Yvon und Schwein Brownie

Yvon füttert Brownie mit einem Extra-Leckerli (frische Karotten)

Nachfolgend die Fakten dieser schweinisch-wahren Geschichte: 

 

UPDATE 09. April 2019. Schwein Brownie würde jetzt gerne mal Danke sagen. Doch auch wenn Schweine superschlau sind, sprechen können sie noch nicht. Deshalb sagen wir stellvertretend: Ein großer Dank an alle bisherigen Spender. Brownie hat jedenfalls allen Grund zur Freude und zur Dankbarkeit: Unsere Paten haben bereits 695 Euro gespendet, damit Brownie leben kann. Wer will noch die Patenschaft für die sympathische Schweine-Dame auf der kleinen Bio-Farm von Yvon hoch über dem Borlin Valley unterstützen? Wir haben ein gebührenfreies Paypal-me Konto für Brownie angelegt, auf das Du unkompliziert überweisen kannst: Hier der Link . . .  

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UPDATE 27. März 2019. Unterstützung für eine kleine Bio-Farm in West Cork in Irland: Wir suchen Paten für die Schweine-Dame Brownie. Damit Brownie leben kann. Die gute Nachricht: Die ersten 290 Euro sind schon eingegangen, dreieinhalb Monate sind schon gesichert. Wer will auch PatIn für Brownie werden? Wir haben ein gebührenfreies Paypal-me Konto für Brownie angelegt, auf das Du unkompliziert überweisen kannst: Hier der Link . . .  

 

. . . und hier die ganze Geschichte, wie wir sie am 24. März 2019 hier auf Irlandnews veröffentlicht haben:

 

Schweine-Dame Brownie soll leben! Hoch in den Bergen über dem Borlin Valley im County Cork im Südwesten Irlands betreibt Yvon eine kleine Bio-Farm. Mit Martin zusammen hat sie im traditionell orientierten Irland drei Jahrzehnte lang für Bio-Qualität und humane Tierhaltung gebürgt. Nun sagt Yvon, die seit früher Jugend kein Fleisch isst: “Meine Tiere liegen mir, je älter ich werde, umso mehr am Herzen. Es fällt mir zunehmend schwer, sie zu schlachten. Ich würde sie gerne leben lassen.” Allen voran die eineinhalbjährige Schweine-Dame Brownie.

Brownie wiegt heute 350 Kilogramm. Die stattliche Sau von der Duroc-Rasse lebt in einem geräumigen traditionellen Stall auf Yvons Farm. Ihr geht es gut. Für Kost und Pflege fallen pro Monat laut Yvon 80 Euro Kosten an, das sind knapp 1000 Euro im Jahr. Finanziell lohnen kann sich die Fütterung nur, wenn Brownie den Weg ihrer Geschwister geht – die letzten Teile der Brüder und Schwestern liegen in Yvons Gefriertruhe zum Verkauf – oder wenn sie im ewigen Kreislauf der Generationen Junge wirft, die wiederum geschlachtet werden.

 

Schwein Leben

Das ist Brownie, das Duroc-Schwein. Brownie wird bald zwei Jahre alt und wiegt 350 Kilogramm

Yvon hat diesen Kreislauf durchbrochen. Brownie hat keine Ferkel bekommen. Wenn es geht, soll Brownie leben und irgendwann einmal eines natürlichen Todes sterben.

 

Schon der Liedermacher Hannes Wader besang im Jahr 1972 sein Hausschwein Monika, das er sich auf dem Balkon hielt, um nicht gänzlich einsam zu sein. Schweine zählen nach dem Menschen zu den klügsten Lebewesen auf diesem Planeten. Sie sind entgegen aller Vorurteile sehr reinliche Tiere, 2o mal klüger als der klügste Hund, und sie sind ausgeprägt sozial. Es bleibt ein dunkles Rätsel der Menschheit, warum wir diese feinen Wesen so grausam behandeln.

 

Yvon und Martin lebten lange von der Farm und von der Korbmacherei. Hühner, Hühnereier, Enten, Truthähne, und feine Korbwaren, aus heimischen Weiden, geflochten sorgten für ein zuverlässiges Einkommen. Bis vor wenigen Jahren kamen immer im Sommer zahlreiche Besucher zur abgelegenen Farm in den Bergen. Jede Menge selbst gefertigte Schilder wiesen ihnen den Weg. Seit aber der massive Schilderwall des Wild Atlantic Way die Richtung angibt, fahren die meisten Irland-Besucher nur noch von Aussichts-Galgen zu Aussichts-Galgen die wildeatlantische West-Küste rauf und runter. An Yvons Farm und an vielen anderen interessanten Orten kommen sie kaum noch vorbei.

Yvon hat mir erzählt, es falle ihr nun sehr schwer, ihre Tiere zu töten. Die 14 Jahre alte Ente kann kaum noch watscheln, geschweige denn fliegen. Sie genießt die Nachmittagssonne und frisst das Gnadenkorn. Eigentlich kann Yvon es sich nicht leisten, Brownie durchzufüttern. 80 Euro pro Monat für Futter, Streu und Pflege sind eine Menge Geld für sie. Yvon hat darüber nachgedacht, sich an engagierte Vegetarier oder an freundliche Veganer zu wenden und sie um Unterstützung zu bitten. Vegetarier essen bekanntlich kein Fleisch und Veganer nutzen zudem keine tierischen Produkte. Reicht die Ethik so weit, sich auch um die vorhandenen Tiere zu kümmern, die schon in der Welt sind?

Nach dem Besuch auf der Farm überlegte ich: Wir übernehmen heute Patenschaften für alles und jedes, selbst für Schafe. Warum also nicht auch für ein superschlaues Schwein? Ich greife Yvons Wunsch deshalb gerne auf und frage die Irlandnews-Leserschaft:  Helft Ihr mit, dass Brownie, die Schweine-Dame, leben kann? Sammeln wir Geld für die nächsten drei Lebensjahre von Brownie. Wer Interesse hat, die Patenschaft oder eine Teil-Patenschaft zu übernehmen oder einmalig für einen Monat Futter zu spenden, kann hier direkt einen Betrag nach eigenem Ermessen auf Brownies Paypal-me-Konto überweisen: Hier der Link . . .    Die Überweisung ist gebührenfrei.

Wieviel spenden? Wir wollen es unkompliziert halten und es Dir überlassen, wie viel Du regemäßig oder einmalig für das Leben von Brownie beitragen möchtest. Es gibt keine Vorgabe, wie viel oder wie oft gespendet werden sollte. Es gibt beispielsweise die Möglichkeit, die Kosten für einen Monat zu übernehmen, oder jeden Monat einen Betrag für die kleine Farm in Irland zu senden. Wer genug Geld hat, kann leicht mehr geben. Natürlich wäre es schön, wenn wir mit Deiner Hilfe schnell das Ziel erreichen könnten, für drei Lebensjahre zu sammeln: Das sind 80 € mal 36 Monate. Yvon freut sich über regelmäßige Spenden und über Einmal-Spenden.

Wenn Ihr noch Fragen habt oder lieber auf ein Bankkonto bei der Bank of Ireland überweist, könnt Ihr hier eine Email schicken: brownie@irlandnews.com. Macht Ihr mit? Wir reichen die E-Post unverzüglich an Yvon und Brownie weiter.

Die Anerkennung: Alle künftigen (Teil-)Paten bekommen ein Zertifikat, regelmäßige Informationen von und über Brownie, sowie eine Einladung zum Bio-Hof von Yvon mit einer Einführung ins Korbmachen!

 

Irland Korbmacher

Yvon vor der Korbmacherei auf ihrer Farm in Maughnasilly hoch über dem Borlin Valley

 

Und grunz: Nicht weit von Brownie entfernt, unten an der Küste der Bantry Bay, lebt Poldi das Hausschwein vom eingesessenen Schweine-Adel der Gloucester Old Spot. Seine Familie mit den vornehmen schwarzen Flecken auf weißem Borstenfell gibt es schon schweine-lange. Poldi hat es geschafft: Er lebt sein ruhiges Leben direkt am Strand. Wenn er sich an einem sonnigen Tag in einer herrlich matschigen Pfütze suhlt, um dem Sonnenbrand vorzubeugen, kann er direkt aufs Meer sehen. Zweimal am Tag lässt Poldi seinen Koch Stefan kommen. Der bringt ihm nur feinste Speisen, alles vegetarisch und fast alles Bio-Qualität, das was so im Bioladen liegen und im Garten stehen bleibt . . .

Stefan ist ein großartiger Gärtner, ein guter Ernährer und auch ein sehr lustiger und erfahrener Wanderführer hier bei uns bei Wanderlust. Stefan sagt von Poldi, er sei ein Protest-Schwein. Poldi protestiert nicht gegen das Statement, denn genau das ist seine Lebens-Versicherung. Weil so viele Schweine heute von der sogenannten Nahrungsmittel-Industrie während ihres kurzen Lebens mies behandelt und dann schnell und billig in Fleisch und Wurst verwandelt werden, geht Poldi auf allen Vieren als lebendes Mahnmal gegen diese fiesen Methoden durch die Welt. Er darf uralt werden und irgendwann eines natürlichen Todes sterben.

Poldi ist auch einer der Helden unseres Rezeptbuches Sieben grüne Picknicks. Er präsentiert die leckeren Lunches, die die Gäste von Wanderlust jeden Tag für ihr Picknick bekommen. Das PDF-Buch mit den tierfreundlichen Rezepten von Wanderlust könnt Ihr hier kostenlos herunterladen.

 

Poldi würde sich, grunz, sau-mäßig freuen, wenn Brownie das Leben genauso genießen könnte wie er . . . Also: brownie@irlandnews.com

 

 

Fotos: Markus Bäuchle und Antje Wendel / Wanderlust