
Als ich mit dem College anfing, wusste ich, dass das Erasmus-Programm eine unvermeidliche, unumgängliche Realität war, und zu diesem Zeitpunkt spürte ich den überwältigenden Drang, die Familienbande zu durchtrennen und die Flügel auszubreiten. Sobald ich jedoch in Spanien war, wusste ich, dass es ein Fehler war – ich weinte dauernd, konnte nicht essen, nicht schlafen und mich kaum auf das Studium konzentrieren. Ich hatte das Gefühl, als wäre mir das Herz aus der Brust gerissen worden und zu Hause bei meiner Familie geblieben. Mein Dad schrieb mir jeden Tag, witzige Gedanken über seinen Alltag und den meiner Schwestern, die meine Stimmung aufhellen sollten, aber lediglich mein Heimweh befeuerten. Aber eine Postkarte half mir, mich für einen Moment aus meinem chronischen Heimweh herauszureißen. Ich war immer noch in der Fremde, aber ich konnte wenigstens funktionieren. Auf dieser Postkarte sah man die Ha’penny Bridge, bei Nacht, mit der bunt erleuchteten Dubliner Skyline im Hintergrund, die sich im Wasser der Liffey spiegelte. Das Bild hatte mich verzaubert . . . „
Zitat aus: Cecilia Ahern: Die Liebe deines Lebens (How to Fall in Love), Roman aus dem Jahr 2013. Die Geschichte von Christine & Adam, zwei Menschen im Dublin der Gegenwart. Ein nettes kleines Buch zu den großen Themen: Leben, Lieben, Sterben. Hier bestellbar.
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