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Irland-Foto der Woche: Jeden Dienstag zeigt unser Freund Kevin Balanda auf Irlandnews ein besonderes Foto aus Irland – und erzählt die Geschichte dahinter. Kevin hat viele Jahre in Dublin gearbeitet und lebt heute in West Cork. Die Kamera ist immer dabei. Diese Woche geht es ins County Clare:

Die Felsnadel An Branán Mór, O’Brien’s Tower und Irlands berühmteste Steilklippen

Die Cliffs of Moher im Westen von Clare sind die bekanntesten Steilklippen Irlands. Man nimmt an, dass sie vor über 300 Millionen Jahren während der Karbonzeit entstanden sind, als Irland noch nahe des Äquators lag. In den steilen Felswänden sind deutlich einzelne, horizontale Gesteinsschichten zu erkennen; die helleren Schichten bestehen aus Sandstein, die dunkleren aus weicherem Schluffstein und Schiefer. Die Sandsteinschichten sind zwar etwas widerstandsfähiger gegen Erosion, können aber ihr eigenes Gewicht nicht dauerhaft tragen und brechen letztlich ins Meer. Deshalb sind die Klippenränder nicht stabil.

Die vorgelagerte Felsnadel wird „An Branán Mór“ genannt, eine 60 Meter hohe Felsformation, auch bekannt als O’Brien’s Stack. Der Brandungspfeiler entstand wesentlich später als die Klippen selbst – Millionen Jahre der Küstenerosion haben die umliegenden Felsen abgetragen und An Branán Mór von der Klippe getrennt.

Über An Branán Mór thront der O’Brien’s Tower. Er steht am höchsten Punkt der Cliffs of Moher und bietet großartige Ausblicke nach Süden zum Hag’s Head und nach Norden Richtung Doolin. Der Turm wurde 1835 von Cornelius O’Brien erbaut, einem örtlichen Landlord und Parlamentsabgeordneten, von dem man sagt, er sei ein Nachfahre des ersten irischen Hochkönigs Brian Boru. Der Turm diente als Aussichtsplattform für die ersten Besucher und war angeblich anfangs auch ein Teehaus.

Unterhalb des O’Brien’s Towers teilen sich Fischerboote, Ausflugsschiffe und Yachten das wilde Wasser des Atlantiks.

 

 

Für Fotografen: Das Foto wurde mit einer Brennweite von 41 mm aufgenommen. Belichtung:  ISO 200 , f/8, 1/90 s. Es wurde in Lightroom bearbeitet.

 

© Kevin Balanda

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