
Der Irland TV-Überblick für die kommende Woche: Wir besuchen das wildromantische Irland der Schriftstellerin Benoîte Groult und sind in Irlands Mooren unterwegs (Foto oben). Außerdem: Zu Beginn des Zweiten Weltkriegs weigerte sich Irland, an der Seite Großbritanniens gegen Deutschland zu marschieren. Einige meldeten sich dennoch freiwillig – und kehren 1945 als Verräter zurück…
Samstag, 1. November 2025, 13:30 Uhr: ARDalpha: Eisenbahn-Romantik: Die irische Ostküste – Von Rosslare Richtung Dublin
(Wiederholung)
„Irland ist für Bahn-Fans ein Geheimtipp. Viele Strecken gibt es nicht, dafür sind manche umso schöner. Besonders reizvoll ist die Ostküste. Von Rosslare im Südosten geht es erst parallel zur Küste und dann entlang von Flüssen in die Berge. Zurück am Meer, beeindrucken die langen Strände und spektakulären Klippen bei Greystones.
Auf der ältesten Zugstrecke Irlands an der Dublin Bay erreichen die Reisenden die Hauptstadt und abschließend die Halbinsel Howth. Unterwegs ist das Fernseh-Team mit dem Bahnexperten Oliver Doyle. Er nimmt die Zuschauer:innen mit an Orte, die seinen beruflichen Werdegang bei der Eisenbahn prägten wie den Hafen in Rosslare und das zentrale Stellwerk in Dublin.
Was die Bahnreisenden bei der Fahrt dicht am Meer beeindruckt, stellt für die Eisenbahner:innen eine Herausforderung dar. Wie sie versuchen, der Erosion Herr zu werden, erfahren die Zuschauer:innen bei einer Inspektionsfahrt mit dem Chefingenieur von Irish Rail.“ (Senderinformation)
Wiederholung:
Samstag, 1. November 2025, ARDalpha 19:00 Uhr

Ein besonders eindrucksvolles Streckenstück: Der Zug bahnt sich seinen Weg entlang der Klippen zwischen Greystones und Bray.
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Samstag, 1. November 2025, HR 21:45 Uhr: Der Irland-Krimi – Familienbande (5)
(Wiederholung)
„Abbie Campbell sitzt wegen Mordes im Gefängnis, sie hat ihren schlafenden Mann erstochen. Die Hintergründe der brutalen Tat wurden nie geklärt, Abbie hatte seinerzeit jede Aussage verweigert. Kriminalpsychologin Cathrin Blake, die ein Gutachten über die junge Frau anfertigen muss, ist überzeugt, dass sich Abbie damals in einer Ausnahmesituation befunden hat und dass heute keine Gefahr mehr von ihr ausgeht.
Cathrin gelingt es, für die verurteilte Mörderin Hafturlaub zu erwirken, damit Abbie ihre kleine Tochter Maisie wiedersehen kann. Maisie lebt bei Abbies jüngerer Schwester Erin, deren Ehemann und ihrer Mutter Kate. Abbies Wiedersehen mit Maisie findet im Heim ihrer Mutter statt, einer kühlen Frau, die ihre Tochter nur Ablehnung spüren lässt.
Bei dem Besuch kommt es zur Katastrophe: Abbie flüchtet mit Maisie. Hat sich Cathrin in ihrer professionellen Einschätzung so sehr in ihr getäuscht? Auf der Suche nach Abbie kommt Cathrin einem schrecklichen Familiengeheimnis auf die Spur.“ (Senderinformation)
Wiederholung:
Sonntag, 2. November 2025, HR 3:20 Uhr
Weitere Episode:
Montag, 3. November 2025, MDR 23:35 Uhr: Das Verschwinden (3)

Abbie (Luisa-Céline Gaffron) kehrt an einen Ort ihrer Kindheit zurück.
Mittwoch, 22. Oktober 2025, arte 10:30 Uhr: Irland – Der Mann, der den Vögeln lauscht
(Wiederholung)
„Der irische Ornithologe Seán Ronayne kann mehr als 200 Vogelarten an ihrem Gesang unterscheiden. Nun hat er es sich zur Aufgabe gemacht, ihre Laute aufzuzeichnen – ein Wettlauf gegen die Zeit, denn mehr als 60 Prozent der irischen Vögel sind vom Aussterben bedroht. Grund dafür sind Überweidung, Trockenlegung und wirtschaftliche Nutzung der Moore sowie das Verschwinden natürlicher Waldflächen zugunsten von Nadelbaumplantagen. Die Dokumentation begleitet Seán ein Jahr lang bei seiner Arbeit.
Der Ornithologe Seán Ronayne ist schon von Kindesbeinen an ein Naturliebhaber. Den Gesang aller Vögel Irlands aufzunehmen, wurde für ihn zu einer Herzensangelegenheit. Wenn er einen Vogel hört, sieht er die Klangspur mit ihren hohen und tiefen Tonlagen vor seinem geistigen Auge ablaufen. Manche Vögel haben Akzente oder gar Dialekte.
Seán wird oft von seiner katalanischen Lebensgefährtin Alba begleitet. An den abgelegensten und mitunter spektakulärsten Orten des Landes nehmen sie die Gesänge der irischen Vögel auf: Auf der Felsinsel Skellig Michael treffen sie auf eine Schar an Meeresvögeln; die Insel Tory entpuppt sich als Bastion des Wachtelkönigs; im Hochland von Donegal lauschen sie dem Gesang einer Ringdrossel; im zentralirischen Westmeath geht ein sonderbares Raunen durch die Lüfte; bei einem Waldspaziergang hört Seán einen Eichelhäher, der das Bellen seines Hundes imitiert.
Der Ornithologe reagiert hochempfindlich auf akustische Reize – eine Belastung und Stärke zugleich. Im Rahmen seines Großprojekts hat er bereits mehr als 6.000 Aufnahmen gemacht. 90 Prozent davon sind Vogelstimmen. Der Rest sind Fledermaus- und Fliegenlaute, Flügelschläge und Naturgeräusche wie Meeresrauschen, Flussplätschern und Donnerschläge. Seán hat es sich zur Aufgabe gemacht, Menschen für die Schönheit des Vogelgesangs und den dramatischen Rückgang der irischen Biodiversität zu sensibilisieren.“ (Senderinformation)

Im Rahmen seines Großprojekts hat der irische Ornithologe Seán Ronaynebereits mehr als 6.000 Aufnahmen gemacht. 90 Prozent davon sind Vogelstimmen.
Erstausstrahlung: Mittwoch, 5. November 2025, arte 13:10 Uhr: Stadt Land Kunst, u.a.: Irland – Vaterlandslose Gesellen
„Zu Beginn des Zweiten Weltkriegs und knapp 20 Jahre nach seiner teuer erkämpften Unabhängigkeit weigerte sich Irland, an der Seite Großbritanniens gegen Deutschland zu marschieren. Einige meldeten sich dennoch freiwillig – und kehren 1945 als Verräter zurück…“ (Senderinformation)
Weitere Themen der Sendung: Eduard Limonow: Der Wüterich der New Yorker Subkultur, Mit dem Fahrrad durch Vietnam, Brasilien: Andrés Fischragout
Wiederholung:
Donnerstag, 6. November 2025, arte 8:10 Uhr

Peter Mulvany – Mitbegründer der Kampagne für Begnadigung
Erstausstrahlung: Freitag, 7. November 2025, arte 13:10 Uhr: Stadt Land Kunst Spezial – Irland
„Das wildromantische Irland von Benoîte Groult:
Die Küsten der Grafschaft Kerry im Südwesten Irlands sind gesäumt von sattgrünen Weiden, Heidelandschaften und von salzigen, windgepeitschten, steil abfallenden Klippen. Die feministische Schriftstellerin und Journalistin Benoîte Groult hat diesen maritimen Landstrich erforscht und ihren Alltag in dem sehr persönlichen Buch ʺJournal d’Irlandeʺ festgehalten. Sie erzählt über 27 Sommer mit ihrem Ehemann, ihren Freunden, ihrem Liebhaber, in ihrem Haus und auf Tagesfahrten zum Hummerfang. Ein Umfeld ohne Zwänge, das für die Autorin leben und leben lassen bedeutete.
Irland: Von Mooren und Mumien
Die Moore im Herzen Irlands sind eine Touristenattraktion. Sie bedecken etwa 17 Prozent der Insel und bestehen aus Torf und abgestorbenem Pflanzenmaterial. Lange wurde der Torf abgetragen und zum Heizen verwendet. Bis 2003 ein makabrer Fund zum Umdenken bewegte: Im Moor wurde ein mumifizierter Körper entdeckt. Die Moorleiche aus der Eisenzeit beschäftigte nicht nur Archäologen, sondern weckte in ganz Irland Interesse an der eigenen Vergangenheit.
Grahams marinierter Lachs
Graham wuchs in Ballyconneely, in der ältesten Lachsräucherei der Region Connemara auf. Mit Lachs kennt er sich also aus! Graham mariniert den Fisch in Salz, Zucker, Dill und Whiskey und serviert ihn dann mit einem leckeren Kartoffelsalat.
Dublin: Von der Erfindung eines Vornamens
In der Kathedrale von Dublin wurden schon unzählige Kinder getauft. Die meisten Taufnamen stammen aus der Bibel. Einer jedoch wurde frei erfunden und entwickelte sich zu einem der beliebtesten Vornamen der westlichen Welt…“ (Senderinformation)

Anne-Marie Moran ist jetzt Eigentümerin des Hauses, das Schriftstellerin Benoîte Groult in Kerry bauen ließ
Foto Credits:
Das Titelbild und das letzte Foto sind Screenshots aus der Sendung „Stadt Land Kunst – Irland Spezial“, © Elephant Doc, Foto: Arte F
Das zweite Bild gehört zur Sendung „Eisenbahn-Romantik“, ©/Bild: SWR Fernsehen
Das dritte Foto gehört zum „Irland-Krimi: Familienbande“ © ARD Degeto/Martin Maguire, Fotos: ARD Degeto/Martin Maguire
Das vierte Bild gehört zur Sendung „Der Mann, der den Vögeln lauscht“, © True Films/RTE, Foto: ARTE F
Das fünfte Foto ist ein Screenshot zur Sendung „Irland: Vaterlandslose Gesellen“, © Elephant Doc, Foto: Arte F

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