
Die Welt gedenkt eines Schiffsunglücks

Titanic-Revival: Kameramann erleidet Herzinfarkt
Die Idee war, die erste und letzte Reise des berühmtesten Luxusliners nachzuvollziehen, doch diese Woche zeigte sich, dass auch dieses „Re-enactment“ unter einer schlechten Stern zu stehen scheint. Ein britischer Kameramann, der die Reise für die BBC dokumentieren sollte, erlitt an Bord der Balmoral wenige Stunden, nachdem das Schiff den Hafen von Cobh verlassen hatte, einen Herzinfarkt und musste mit einem Helikopter der Küstenwache geborgen werden. Der Hubschrauber brachte den 56-jährigen ins Kilikum von Tralee, das Schiff setzte seine Reise zum Untergangsort der Titanic nach dem kurzen Umweg fort. (Quelle: Irish Examiner)
Garda-Fahrradstreifen im Nationalpark
Nach mehreren Vorfällen mit Trinkgelagen, Flitzern und neurdings auch sexueller Belästigung sehen die Behörden den Ruf und die Ruhe des Killarney National Parks in Gefahr. Deshalb sollen künftig Polizisten auf Mountain Bikes durch den Park patroullieren, der Jahr für Jahr von über einer Million Menschen besucht wird. Im Frühsommer sollen die Fahrradstreifen zum ersten Mal im Nationalpark für Ordnung sorgen. Parallel dazu sollen Kameras an neuralgischen Punkten sowie Streifen der Parkrangers helfen, die Situation wieder in den Griff zu bekommen. (Quelle: Irish Examiner)
Der irische Zoll macht einen großen Fang
Dem irischen Zoll ist ein großer Schlag gegen Zigaretten-Schmuggler geglückt. Im Hafen von Dublin beschlagnahmten die Beamten vier Übersee-Container mit insgesamt 38 Millionen Zigaretten. Die Glimmstengel der vietnamesischen Marke „Golden Eagle“ mit einem Straßenverkaufswert von rund 15 Millionen Euro waren über den Umschlagplatz Rotterdamm nach Dublin gekommen. Im Zuge der Sicherstellung wurden mehrere Personen vernommen und ein Anwesen durchsucht. (Quelle: RTÉ)
Lehrer drohen mit Streik
Irlands Lehrer verdienen nicht schlecht. Vor allem aber profitieren viele Pädagogen von allerlei Zulagen, die für verschiedene Befähigungen oder Tätigkeiten, wie beispielsweise das Unterrichten in den Gaeltachten, ausbezahlt werden. Diese Zulagen sind den Lehrern heilig, so heilig, dass sie angesichts der neuesten Einsparbestrebungen der Regierung mit einem Arbeitskampf drohten. Unisono drohten die drei großen Lehrergewerkschaften der Regierung großen Ärger an, sollte sie es wagen die Entlohnung der Pädagogen zu kürzen. Die Lehrer berufen sich dabei auf das Croke Park Agreement, das die Regierung seinerzeit mit den Mitarbeitern des öffentlichen Dienstes geschlossen hatte. Um sich deren Wohlwollen bei der Reformierung des öffentlichen Dienstes zu versichern, hatte der Staat den Mitarbeitern zugesichert, ihre Bezahlung unangetastet zu lassen. (Quelle: RTÈ)
Vorkasse für Fungie
Neben der wunderbaren Naturschönheit der Dingle Halbinsel ist ein Meeressäuger eine der bekanntesten Touristenattraktionen von Dingle. Fungie wird täglich von zahlreichen Touristen besucht, die den in der Bucht schwimmenden standorttreuen Delfin an Bord eines Ausflugsbootes besuchen. Doch diese Fahrten könnten ein jähes Ende finden, sollten die von der Regierung geplanten neuen Hafengebühren eingeführt werden. Nicht nur wären die neuen Gebühren mit 8500 oder 9000 Euro mehr als dreimal so hoch wie die bisher zu entrichtenden 2500 Euro. Die Kapitäne in Dingle wären nach den neuen Regeln zudem verpflichtet, die Hafengebühren zu Saisonbeginn an den Staat abzuführen. Bisher hatten die Bootsführer das Geld erwirtschaften können, um ihre Gebühren zum Ende der Saison zu berappen. (Quelle: Irish Times)
Lord Henry gegen Jim Beam
Lord Henry Mountcharles, der Hausherr des berühmten Slane Castle liegt mit Jim Beam im Clinch. Das US-amerikanische Unternehmen hatte vor nicht allzulanger Zeit die Destillerie Cooley übernommen, von der auch Lord Mountcharles seinen „Slane Castle Whiskey“ bezog. Doch weil Jim Beam mit Cooley große Pläne hat und aufgrund großer internationale Nachfrage eine Whiskey-Knappheit befürchtet, wurden die Geschäftsbeziehungen zu Markeninhabern wie dem Herrn von Slane kurzerhand gekappt, der Lord sitzt nunmehr auf dem Trockenen und schäumt. „Wettbewerbsfeindlich“ sei das Verhalten von Jim Beam, so Mountcharles, der nun die Wettbewerbsbehörde anrufen will. (Quelle: Irish Central)

Foto: Taschen
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