Samhain Irland

 

Licht und Schatten. Kieran der Osteopath sagt, es sei das Licht hier im Südwesten Irlands, das die Menschen tief im Inneren berührt — und das in ihnen reflektiert und aus ihnen leuchtet.  Das sei die Spiritualität des Ortes. Einen anderen Mann hörte ich sagen, hier am Atlantik könne man mit den Augen begreifen, wie dünn die Schicht zwischen den Welten ist.

Samhain, Halloween, Allerheiligen. In unserer Reise durch die Zeit erreichen wir jetzt wieder den dunklen Pol des Jahres, die Halb-Etappe zwischen Tagundnachtgleiche und Wintersonnenwende. Nun werden die Schleier zwischen dieser Welt und der Anderswelt besonders dünn. Die Kelten und deren Nachfolger nennen dies die dünne Zeit (thin time), in der die Grenzen zwischen den Reichen der Lebenden und der Toten für kurze Zeit offen stehen. Manche Menschen fürchten sich in dieser dünnen Zeit und bleiben lieber zuhause, andere feiern die schrille US-Version des alten Totenkults mit Getöse, wieder andere öffnen ihre Sinne weit und tief und schauen durch den Schleier.

Neben der dünnen Zeit gibt es die dünnen Orte, an denen wir uns mit unseren Vorfahren und dem Göttlichen verbinden können, wenn Erinnerung und Gegenwart in eins fallen. Eric Weiner hat das Phänomen der thin places in der New York Times ausführlich beschrieben. Hier der Link zum Artikel.