Nach dem Sturm

 

Die Ruhe nach dem Sturm ist die Ruhe vor dem Sturm. Nach dem harmlosen Dudley vom Mittwoch fegte am Freitagmorgen Orkan Eunice kurz und scharf aus Nordwesten drehend über den Süden Irlands und richtete an vielen Orten Schäden an. In der Grafschaft Waterford kam ein Mann bei Aufräumarbeiten ums Leben. Viele Bäume fielen, auch wir verloren zwei, darunter eine prächtige alte Erle.

Eunice wars: Das Auto eines Freundes am Freitag . . .

Viele Schulen blieben geschlossen, Stromversorgung, Flüge und Fähren fielen aus. Deutlich schwerer betroffen war die britische Nachbarinsel, dort wurden die stärksten Winde seit 60 Jahren und Rekord-Böen von über 190 Stundenkilometern gemessen. Auf dem europäischen Festland wechselte Eunice den Namen und wurde zu Zeynep.

Nach einer Ruhepause wird es morgen und am Montag auf der Insel wieder wilder. Ein neues Sturmtief rollt an und wird vor allem den Nordwesten treffen. Franklin heißt es und Ausdauer hat es. Wie sagte Nachbar Pat: „Unser Winter verschiebt sich immer öfter in den Februar und März . . .“

Foto oben: Zetland Pier und Garinish West, Bantry Bay, im Mondlicht nach dem Sturm; © Markus Bä