Das Wichtigste auf einen Blick: Was in der vergangenen Woche in Irland geschah, lesen Sie heute in unserem Wochenrückblick. Irland Blog-Autor Dirk Huck berichtet aus Dublin über die wichtigsten Ereignisse auf der Insel.



Skandal um Bonuszahlungen

Für den Aufreger der Woche sorgte Allied Irish Banks. Die Bank hatte angekündigt, an 2.400 Führungskräfte Boni in Höhe von 40 Mio. Euro zu zahlen. So weit, so gut. Allerdings gehört AIB zu den Banken, die dicke Finanzspritzen vom Staat erhalten haben. AIB ist zu 19 Prozent verstaatlicht und hat nur noch einen Marktwert von knapp 500 Millionen Euro. Die Bonuszahlungen waren für das Jahr 2008, jenes Jahr, in dem die Bank satte Verluste machte. Die Frage ist berechtigt: Bank-Mitarbeiter bekommen Bonuszahlungen aus Steuermitteln, während zahlreichen Familien das Kindergeld gekürzt wird?

Der Aufschrei der Öffentlichkeit war groß. Doch die Bank hatte das Recht auf ihrer Seite, die Führungskräfte pochten auf ihre Verträge. Nachdem allerdings Finanzminister Lenihan der Bank in einem Schreiben klar gemacht hatte, dass man sich die Sache mit der Finanzhilfe nochmal überlegen würde, machte die Bank dann doch einen Rückzieher. Zudem drückte Lenihan im Schnellverfahren durch, derartige Bonuszahlungen in Zukunft mit 90% zu versteuern – eine Maßnahme, für die er sogar von der Opposition Beifall erhielt. P
einlich nur, dass wenig später bekannt wurde, dass zahlreiche Beamte, darunter auch Mitarbeiter aus dem Finanzministerium, in den letzten Monaten ebenfalls dicke Bonuszahlungen erhielten, in einem Fall sogar 200.000 Euro …


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