Das Wichtigste auf einen Blick: Was in der vergangenen Woche in Irland geschah, steht heute in unserem Wochenrückblick. Irland Blog-Autor Dirk Huck berichtet aus Dublin über politisch und menschlich schwere Tage auf der Insel.





Irland offiziell pleite

Nach Griechenland nun auch Irland: Am Sonntag bat Irlands Regierung offiziell um finanzielle Hilfe. Es geht um ein etwa 80 bis 95 Mrd. Euro schweres Rettungspaket, das EU und der Internationale Währungsfond bereitstellen sollen. Damit begibt sich Irland in die finanzielle Abhängigkeit von EU und IWF. Mit den Folgen der Schuldenkrise wird das Land noch über Jahre hinweg zu kämpfen haben.

Auflösungserscheinungen der Regierung

Der finanziellen Bankrott-Erklärung folgte die politische Bankrott-Erklärung: Unmittelbar nach dem Eingeständnis der Zahlungsunfähigkeit der Regierung kündigte die Green Party, der kleine Koalitionspartner von Regierungspartei Fianna Fáil, an, sich aus der Koalition zurückzuziehen. Damit verliert die Regierung ihre ohnehin knappe Mehrheit im Parlament. Premier Brian Cowen kündigte daraufhin an, Anfang nächsten Jahres die Regierung aufzulösen und vorgezogene Neuwahlen abzuhalten.

Austritt mit Baby-Geschrei

Bei der Pressekonferenz der Green Party, auf der sie ihren Austritt aus der Koalition verkündete, sorgte der Abgeordnete Paul Gogarty für einen Eklat. Er brachte seine achtzehn Monate alte Tochter mit zur Konferenz. Gogarty rechtfertigte sich damit, dass die Pressekonferenz kurzfristig einberufen wurde und er keinen Babysitter mehr auftreiben konnte. Kritiker warfen ihm ein der Bedeutung der Pressekonferenz und der Tragweite der verkündeten Entscheidung unangemessenes Verhalten vor. Zudem habe er für sich ein Sonderrecht in Anspruch genommen, das viele Eltern mit kleinen Kindern nicht haben.

Sparprogramm vorgestellt

Mitte der Woche stellte di