Was können wir tun, wenn das Virus unsere Gedanken infiziert und unsere Seele belagert? Wenn ein kompliziert gewordener Alltag uns zusetzt und erschöpft? Hier sammeln wir Vorschläge für die tägliche Auszeit, die kleinen kreativen Fluchten, für unsere Auftank-Momente.

Manchmal sehne ich mich nach den weiten Wäldern im Schwarzwald meiner Jugend. Mein Vater und später der Forstdirektor Drescher hatten mich bekannt gemacht mit diesen wunderbaren Wesen, die ich schon kannte, ohne ihre Namen zu wissen: den Bäumen. Mit Weißtannen, Fichten, Eschen, mit Buchen, und Eichen, mit Eberesche und Ahorn, Weide und Birke.

Bald überlagern frische Bilder von toten Borkenkäfer-Bäumen und zerstörten Windrad-Forsten die alten behüteten Erinnerungen an eine heile Waldwelt. Irland und Generationen von Menschen auf der Insel haben es mit den Wäldern auch nicht gut gemeint. Die meisten sind verschwunden, und was heute unter der Bezeichnung Wald geführt wird, das sind überwiegend undurchdringliche, von Gräben durchfurchte, eingezäunte und unwirtliche Fichtenholzplantagen.

Und doch. Es gibt auch hier ein paar schöne Wälder, einige ganz in der Nähe, wie den alten Eichenwald von Glengarriff oder den geheimnisvollen Wald von Uragh.

Im Wald zu gehen ist Freiheit und Gesundheitspflege.