Die keinen Buchten Irlands: Das betreute Reisen entlang ausgewiesener Tourismus-Routen ist nun groß in Mode. Die Entdeckungslust hat Pause. Wirklich? Für Entdeckungsfreudige und Abenteuerlustige ist es an der Zeit, dem Verklumpungs-Trend á la Wild Atlantic Way-Abfahren zu trotzen und sich wieder selber auf die Suche nach den Schönheiten der irischen Küstenlandschaften zu machen. Es ist ganz einfach: Wir schicken das Navi schlafen und biegen an der nächsten Kreuzung von der Hauptstraße ab in Richtung Meer. Wir orientieren uns wieder selber, benutzen unsere Sinne.
Irlands ländliche Gegenden sind von einem einzigartigen Netzwerk kleiner und kleinster Straßen, den Boreens (Kuhpfaden) überzogen. Jedes Haus– und sei es auch noch so abgelegen – scheint auf geheimnisvolle Weise mit jedem anderen verbunden zu sein. Zehntausende Kilometer zwischen Weiden, Fuchsien- und Ginsterhecken wollen entdeckt sein. Viele diese Sträßchen, die in Deutschland wohl als asphaltierte Feldwege bezeichnet würden, führen zum Meer.
Lassen wir das Auto irgendwann stehen und gehen zu Fuß in Richtung Küste. Mit etwas Glück finden wir eine kleine verborgene Einbuchtung in der Küstenlinie. Die Iren nennen das in ihrer Sprache Cuas, in English Cove. Seit ein paar Jahren suche ich die Atlantiküste nach Coves ab und find immer wieder für mich neue kleine Landschafts-Juwelen.
Diese Irlandnews-Serie ist der Wiederentdeckung des Entdeckungsfreude gewidmet.
Heute: Maghera Beach, County Donegal
Das heutige Foto haben uns Jutta und Dietmar Anft aus Bremen geschickt. Es zeigt den Maghera Beach bei Ardara an der Atlantikküste im County Donegal. Der kleine Strand am Fuß der Berge ist für seinen feinen Sand bekannt und für die bei Ebbe teilweise begehbaren Höhlen in den benachbarten Klippen. Jutta und Dietmar genossen die Zeit am Maghera Beach. Vieles verbindet sie bis heute mit Irland. Sie schreiben:
„“Wir sind Jutta und Dietmar und leben wieder in unserer alten Heimat in der Nähe von Bremen. 2002 sind wir nach Irland ausgewandert und hatten ein neues und wundervolles Zuhause im County Leitrim in Dromod in der Nähe von Carrick on Shannon gefunden. Haben dort gelebt und gearbeitet. Leider erkrankte mein Mann 2017 unsere Kinder wollten, dass wir wieder zurückkommen, falls Schlimmeres passiert. Es war die schwerste Entscheidung in unserem Leben, denn unser Herz hängt immer noch an Irland. Meinem Mann geht es heute, Gott sei Dank, sehr gut. Betonen muss ich noch, dass er eine vorzügliche Behandlung im Tullamore Hospital genossen hat. 2019 haben wir dann nach 17 Jahren die wundervolle Insel und die wundervollen Leute, die wir kennenlernen durften, traurigen Herzens verlassen.
So….ja…das ist unsere Geschichte. Markus…. genieße es in Irland leben zu dürfen. In Deutschland ist alles nur noch Katastrophe. Wir sind mittlerweile 70 und 74 Jahre und genießen trotz allem eine schöne Zeit.
Ganz liebe Grüße nach Irland ❤️“
Macht mit: Schickt uns Eure Entdeckung
Schickt uns ein Foto: Euren liebsten kleinen Strand, eine traumhafte kleine Bucht, die romantische Cove, das Bild einer versteckten Cuas an der irischen Küste. Die großen Strände von Inch, Glenbeigh, Keem Bay oder Silver Strand kennen wir natürlich. Die sandigen, felsigen, kieseligen irischen Coves dieser neuen Serie dürfen gerne klein und fein und wenig bekannt sein.
Bitte Eure Email mit Foto und einer Beschreibung des Ortes an: info@irlandnews.com. Wir freuen uns auf Eure Entdeckungen!
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Foto: J&D Anft

Danke für diesen wundervollen Bericht. Die Überraschung ist gelungen. 🙏🍀
Sehr gerne, liebe Jutta!