
Garinish Island erreicht die gute Nachricht just im zweiten Jahr der Jubiläumsfeiern zum 100. Geburtstag: Im Jahr 1910 hatte das Ehepaar John Annan und Violet Bryce die 15 Hektar große Insel vor Glengarriff als mehr oder weniger nackten Felsen erworben und sie zu einem der bemerkenswertesten Gärten der Welt entwickelt.
Die Ankündigung von Tourismusminister Leo Varadkar kommt halbwegs überraschend: Mitten in einer tiefen Rezession erhält die Region um Glengarriff den größten Zuschuss aller Zeiten. Dies ist ein weiterer Beweis dafür, dass die neue Regierung nicht nur ständig über Tourismus spricht, sondern den Tourismus in Irland tatsächlich auch fördert und die Grundlagen gestaltet.
Interessant wird sein, ob die Geschichte der Insel Garinish, wie sie bald im Inselmuseum erzählt werden wird, eine Geschichte aller Bewohner sein wird: Die offizielle Version verschweigt bis heute, dass auf der Insel eine irische Bauern- und Fischerfamilie lebte, als die Bryces ihr Luxus-Projekt in Angriff nahmen. Die Familie O´Sullivan-Garnish, eine Witwe mit ihren vier Söhnen, kommt in der Insel-Story bis heute nicht vor. Sie lebte in einem kleinen Cottage nahe des Gärtnerhauses (Foto unten), dessen Grundmauern bis heute erhalten sind, und ihr Schicksal spiegelt das Schicksal einer ganzen Nation. So könnte das „Projekt Inselmuseum“ im günstigsten Fall sogar dazu führen, dass sich die lokale Gemeinde fast 100 Jahre nach dem Kampf um Irlands Unabhängigkeit endlich mit der eigenen Geschichte aussöhnt.


so hopefully the precious freshly cleaned ancient sarcophagus will be sheltered from the elements and leo the faceless stone lion from the pond (waiting patiently behind the casita) will smile again…
Dem ist nichts hinzuzufügen. Denke genauso. Danke Nicola!
Ich wünsche euch, dass das Geld auch sinnvoll in ordentliche Materialien, zuverlässige Handwerker, eine durchdachte Ausstellung usw investiert wird und nicht irgendwo „verdunstet“. Als Anrainer könnt ihr ja mal ein kritisches Auge auf die Aktivitäten werfen :-)