
Was auf den ersten Blick eine gute Sache ist, sorgt im wirklichen Leben für erhebliche Probleme: Die am Nachmittag zurück aufs Festland drängenden Touristen stehen an der Seilbahn-Station im Freizeit-Stau. Die lahme Bahn, die nach den Betriebsbestimmungen nur sechs Personen oder 544 Kilogramm Gewicht pro Fahrt transportieren kann und die für eine Hin- und Rückfahrt über das Wasser knapp 15 Minuten benötigt, ist dem Andrang überhaupt nicht gewachsen. Seilbahnwärter Paddy Sheehan ist deshalb ganz aufgeregt. Das neue Modell, so stellt er in seinen ganz eigenen Worten fest, funktioniert noch nicht. Und er muss ständig befürchten, dass ungeduldige Gäste die Bahn auf der unbeaufsichtigten Inselseite eigenmächtig mit zehn oder mehr Fahrgästen beladen und damit die Sicherheit gefährden.
Vielleicht ist es doch bald an der Zeit, auf der einsamen Insel am westlichen Ende der Beara Peninsula endlich einen Coffee-and Tee-Shop, ein Pub oder einen Chipper aufzumachen. Der würde in diesen Tagen des langen Wartens sicher Spitzenumsätze machen. Der Seilbahnbetreiber, das Cork County Council, wird sich jedenfalls bald festlegen müssen: Dient die vorhandene schwebende Kiste nur der Handvoll Insulaner und ihrem Vieh – oder werden die Pläne wieder hervor gekramt, um eine richtige Seilbahn für den Inseltourismus zu bauen. Pläne dafür, so hört man, wurden in Österreich bereits angefertigt . . .
Hier die neuen Betriebszeiten, die am Dursey Sound ganz irisch, heimlich, still und leise eingeführt wurden:

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