
Der Irland TV-Überblick für die kommende Woche: Tamina ist mit nur 300 Euro im Gepäck in Dublin unterwegs. Die Buchzeit-Moderatoren besprechen das neue Buch Long Island vom irischen Erfolgsschriftsteller Colm Tóibín (Nachfolge-Titel zum Buch- und Filmerfolg Brooklyn), und in Nordirland halten die Menschen weiter an den Mauern fest, die nun offiziell „Friedenslinien“ heißen (Foto oben).
Samstag, 30. Juni 2024, WDR 16:45 Uhr: 2 für 300 – Tamina in Dublin
(Wiederholung)
Raue See, gemütliche Pubs, viel Musik und noch mehr Herzlichkeit – das ist Dublin!
Tamina Kallert und ihr Kameramann Uwe Irnsinger betreten zum ersten Mal die grüne Insel. Ihre Mission: Mit maximal 300 Euro im Gepäck zwei Tage lang die Stadt an der Liffey erobern.

Uwe und Tamina, Nur 30 Minuten von Dublin City entfernt: Cliff Walk an der irischen Küste in Howth mit Sicht auf Bailey´s Lighthouse
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NEU: Samstag, 30. Juni 2024, 3dat 18:00 Uhr: Buchzeit – Talk über literatische Neuerscheinungen
„Der Sommer steht vor der Tür und lädt zum Lesen ein. Und dazu, viel Zeit mit der Familie zu verbringen. Das „Buchzeit“-Team stellt deshalb neue Romane über Familien vor.
Familie: ein Stoff mit unendlicher Bandbreite, der die Literatur seit jeher beschäftigt. Gert Scobel diskutiert mit der Literaturprofessorin Barbara Vinken und den Literaturkritikerinnen Sandra Kegel und Katrin Schumacher vier aktuelle Bücher zu diesem Thema.
Familien können Geborgenheit, Halt und Liebe schenken – wenn es gute Familien sind. Es gibt aber auch die zerstörerischen, dystopischen Familienkonstellationen, in denen schon Kinder fürs Leben geschädigt werden. Und es gibt Familien mit engen Bindungen, einem scheinbar sicheren Fundament, die auseinandergerissen werden. Das Gefüge kippt, und was einmal gut war, wird plötzlich böse.
Eilis glaubt, ein glückliches Familienleben mit Mann und Kindern auf Long Island zu führen. Als Teil einer vitalen italienischen Großfamilie. Da erfährt sie, dass ihr Mann Tony ein uneheliches Kind erwartet, das sie zudem noch großziehen soll. Schockiert und verletzt bricht Ellis zu einer Reise in ihre Heimat Irland auf. Und trifft dort auf ihre Jugendliebe. „Long Island“ ist der Titel dieses Gefühlsdramas vom irischen Erfolgsschriftsteller Colm Tóibín.“ (Senderinformation)
Weitere Themen der Sendung: Roman „Das Loch“ von Hiroko Oyamada, „Bevor ich es vergesse“ von Anne Pauly, „Humboldthain“ von Inka Parei.

Barbara Vinken
Mittwoch, 3. Juli 2024, ZDF 2:15 Uhr: Harry Wild – Mörderjagd in Dublin – Niemand kommt hier lebend raus
(Wiederholung)
„Harry und Fergus werden von einer jungen Frau um Hilfe gebeten: Sie sei entführt worden und habe irgendwie fliehen können. Nun fürchtet sie, dass die Entführer noch immer hinter ihr her sind.
Leider glaubt die Polizei Zoes Ausführungen nicht. Denn ihre Entführungsgeschichte klingt erstens zu abstrus, zweitens kann sie sich an kaum etwas erinnern, und drittens offenbart ein Blick in den Polizeicomputer diverse Drogen- und Alkoholprobleme.
Doch Harry (Jane Seymour) hat ein offenes Ohr für Zoe (Isabelle Connolly) und schenkt den Ausführungen Glauben. Einen Ermittlungsansatz haben sie und ihr Schützling Fergus (Rohan Nedd) bereits: Die Entführer hatten Zoe nämlich aus unerfindlichen Gründen ein altes Ballkleid angezogen. So macht sich das Ermittlerduo also auf den Weg und klappert alle Secondhandläden in Dublin ab.
Und tatsächlich: Im letzten Laden werden sie fündig. Die Inhaberin Karen (Noni Stapleton) kann sich noch gut daran erinnern, dass ein junger Mann das Kleid gekauft hat: Zoes Ex-Freund, gegen den Zoe vor einiger Zeit falsch ausgesagt hatte. Handelt es sich hier also um einen kruden Racheakt? Um das herauszufinden, begeben sich Harry und Fergus auf weitere Spurensuche – auf eigene Faust, denn sowohl Harrys Sohn Charlie (Kevin J. Ryan) als auch dessen Vorgesetzter Ray (Stuart Graham) wurden kurzerhand vom Polizeidienst suspendiert.
So finden sich Harry und Fergus am Ende mit ein paar anderen Opfern verkleidet an einem Tisch zu einer Dinnerparty der etwas anderen Art wieder. Die Füße aller Teilnehmer sind am Boden angekettet, und niemand weiß, wo sie sind und was das alles soll. Werden sie dort je wieder lebend rauskommen?
Letzte Wiederholungsfolge „Harry Wild – Mörderjagd in Dublin“ (Senderinformation)

Harry (Jane Seymour) ist sich nicht mehr sicher, ob sie sich über den Einzug von Ray (Stuart Graham) in ihr Haus freuen soll.
Mittwoch, 3. Juli 2024, SWR 11:20 Uhr: Eisenbahn-Romantik – Irland in einem Zug
(Wiederholung)
“Irland ist ein klassisches Reiseziel mit sanften Hügeln, fruchtbaren grünen Wiesen, zerklüfteten Küsten, malerischen Städtchen – und einem perfekten Schienennetz.
Sowohl historische Dampfzüge als auch moderne Bahnen verkehren dort. Was also liegt näher, als Irland im Zug zu entdecken? Ausgehend von Dublin führt die Reise im Uhrzeigersinn durch das Herz Irlands.
Entlang der Ostküste kommt das Filmteam in ein kleines Dorf in den Wicklow Mountains. Hier werden noch heute in der ältesten Weberei Irlands schönste Schals hergestellt. In Waterford besteigen die Filmemacher einen Dampfzug und lassen sich Irlands Bahngeschichte um die Nase wehen. Züge brachten auch Auswanderer in die Hafenstadt Cobh. Hier ging die “Titanic” das letzte Mal vor Anker. Die Reise führt weiter in den Süden Irlands. Die Dingle-Halbinsel gehört zu den schönsten Gegenden Irlands, und in den davorliegenden Gewässern fühlt sich seit 31 Jahren der Delfin Fungi sehr wohl.
Die Fahrt geht weiter nach Galway, eine Studentenstadt, die neben einer ausgeprägten Pub-Kultur auch ein anderes Erbe pflegt: Hier soll James Lynch seinen Sohn erhängt haben. Vorbei an riesigen Torffeldern gelangen die Filmemacher in die Mitte der Grünen Insel. In der Nähe von Athlone besuchen sie die wohl schönste Klosterruine Irlands: Clonmacnoise. Nicht weit davon entfernt lädt die Kilbeggan-Destillerie zu einem Besuch ein. Sie ist die dienstälteste Whiskey-Destillerie Irlands und nur einen Katzensprung entfernt von Dublin. Dort trinkt das Filmteam ein letztes Pint – Cheers!” (Senderinformation)

Entlang der Ostküste Irlands – Die Strecke Dublin – Wexford gilt als schönste Eisenbahnstrecke Irlands.
Donnerstag, 4. Juli 2024, Phoenix 4:30 Uhr: The Wall – Mauern der Welt – Nordirlands “Friedenslinien”
(Wiederholung)
“Das Karfreitagsabkommen von 1998 sollte den blutigen Auseinandersetzungen zwischen Katholiken und Protestanten im Nordirlandkonflikt ein Ende setzten. Aber auch, als damit der Terror nach 30 Jahren Bürgerkrieg weitestgehend zum Erliegen kam, gelangte die Gesellschaft in Nordirland nicht per Unterschrift zum Frieden.
Die Spaltung zwischen den Gemeinden war tief in die Köpfe und Herzen eingegraben. Noch heute trennen in Belfast und anderswo Mauern die Wohnviertel der Katholiken, oftmals Nationalisten, und der Protestanten, viele von ihnen Unionisten. Gebaut zu ihrem Schutz – viele davon erst nach dem historischen Friedensschluss am Karfreitag – halten die Menschen weiter an den Mauern fest, die nun offiziell „Friedenslinien“ heißen. Sie vermitteln ihnen das Gefühl von Sicherheit, auch wenn sie gleichzeitig Ausschluss und Armut fördern, und den Hass am Leben halten.
In Belfast sind die von Wandmalern beider Seiten bemalten Schutzmauern auch Touristenattraktionen. Die Künstler Mark Ervine, Protestant, und Danny Devenny, Katholik, haben sich hier einst als jugendliche radikale Kämpfer bekriegt. Heute versuchen sie die Kraft ihrer Kunst zu nutzen, um den Kindern der Viertel eine gemeinsame Perspektive zu eröffnen. Auch die Sozialarbeiterin Janice Beggs, will das Leiden der Kinder lindern und ihnen eine Zukunft ermöglichen. Es geht ihnen darum, der jungen Generation die Gewalt und Aussichtslosigkeit zu ersparen, die sie selbst erleben mussten. Noch immer ist die Selbstmordrate unter Jugendlichen in Nordirland beängstigend hoch.” (Senderinformation)

Noch heute trennen in Belfast und anderswo Mauern die Wohnviertel der Katholiken, oftmals Nationalisten, und der Protestanten, viele von ihnen Unionisten. Gebaut zu ihrem Schutz – viele davon erst nach dem historischen Friedensschluss am Karfreitag – halten die Menschen weiter an den Mauern fest, die nun offiziell „Friedenslinien“ heißen
Foto Credits:
Das Titelbild und das letzte Foto gehören zur Sendung “Nordirlands ‚Friedenslinien’” © phoenix, Foto: Phoenix
Das zweite Foto gehört zur Sendung “Tamina in Dublin”, © WDR/Meworks GmbH/Britta Ebel
Das dritte Bild gehört zur Sendung „Buchzeit“, © ZDF/Steffen Matthes
Das vierte Foto gehört zur Serie „Harry Wild“, © ZDF/Szymon Lazewski/Zoe Productions DAC/AcornTV
Das dritte Bild gehört zur Sendung “Irland in einem Zug”, © ZDF/SWR/Alexander Schweitzer

Hallo und vielen Dank für die vielen wertvollen Infos hier!
Ich bin allerdings sehr überrascht, welches Bild ganz oben zu sehen ist. (Solidarity….)
Irlands langer Freiheitskampf gegen die Unterdrückung/Besatzung durch England führt verständlicherweise zu Sympathien mit Ländern, die für ihre Freiheit kämpfen…
Aber kann man den Kampf der Iren mit dem Terror-Regime der Minderheit Hamas, die ihre Bevölkerung als Schutzschild mißbraucht, vergleichen? Ein Hamas-Führer hatte es deutlich ausgesprochen als nach dem Überfall auf Israel die ersten Toten im Gaza-Streifen zu beklagen waren: Zitat „Wir brauchen dieses Blut“. Denn es bringt täglich Bilder in den Medien weltweit.
Das sagt aus meiner Sicht alles. Warum schickt Iran nur Waffen und keine Lebensmittel nach Gaza………..???
Irland sollte sehr vorsichtig sein. Christen sind für Palästinänser Ungläubige. Irland hat sich sehr weiter entwickelt was Toleranz und Kirche betrifft. Sollte aber nicht so naiv sein, sich benutzen zu lassen von angeblichen „Freihitskämpern“.
Ich selbst bin neugierig, wie sich Irland in den letzten 40 Jahren verändert hat und hoffe dieses schöne Land bald wieder bereisen zu können. Es wurde dort auch einiger Raubbau an der Landschaft betrieben für Straßenbau und Industrialisierung. Aber letztlich bin auch ich als Tourist ein Teil des Problems. Soll ich also besser nicht hinfahren………….???? Ich überlege noch.
Best wishes
Slán go Fóill
Walter
Hallo Walter, das ist ein historisches Foto eine Murals, das sich mit den Hungerstreikenden der IRA (POW = “Prisoners of War”) im Jahr 1981 solidarisiert.
Heute stellt sich Irland – und noch mehr die Bevölkerung als die Regierung – ganz auf die Seite der Palästinenser. Es ist das komplette Gegenprogramm zum deutschen.