
Donegal macht den Traum wahr und wird All Ireland Champion

iPhone-Navi verwechselt Bauernhof mit Flugplatz
Ob die Technikgurus von Apple wohl prüfen wollten, ob Schweine fliegen können? Auf jeden Fall staunte Irland diese Woche nicht schlecht, als auf den Karten des neuen, Apple-eigenen Navigationsprogramms die Farm „Airfield“ im Süden Dublins als offizieller Flugplatz deklariert wurde. Da der Fehler in Apples brandneuer Software schnell im Internet die Runde machte, spottete auch bald Dublins Airport Authority: „Nur, falls jemand verwirrt sein sollte: Dublin Airport zieht nicht in den Süden um.“ Apples eigener Kartendienst war diese Woche allgemein für Ungenauigkeit gescholten worden. So war auch Dublins Zoo urplötzlich an anderem Ort wiederzufinden als bislang. ( Quelle: Irish Independent)
Untersuchungs-Bericht entlastet Ryanair
Ein Untersuchungsbericht der Irish Aviation Authority (IAA) hat jetzt die nach drei Notlandunegn im Juli aufgekommenen Befürchtungen entkräftet, die Billigairline würde ihre Flieger nur soweit wie unbedingt nötig betanken. Wie aus dem von Ryanair veröffentlichten Bericht hervorgeht, hätten alle betroffenen Flugzeuge genügend Sprit getankt gehabt und auch alle europäischen Sicherheitsstandards seien eingehalten worden. Die IAA zeigte sich überrascht über die Veröffentlichung. Dieses Vorgehen sei sehr unüblich, da der Bericht normalerweise zum internen Gebrauch bestimmt sei. Doch den Unteruchungsergebnissen zum Trotz kam es in Spanien in den letzten Wochen immer wieder zu Verzögerungen und außerplanmäßigen Stopps auf Grund von Defekten an Ryanair-Maschinen. Die spanische Flugsicherheitsbehörde überlegt deswegen, der Fluggesellschaft genauer auf die Finger zu sehen. (Quelle: Irish Times)
Fahrradanschlag vereitelt
Ein fehlerhafter Zeitzünder hat einen hinterhältigen Anschlag republikanischer Dissidenten in Derry verhindert. Die unbekannten Täter hatten wenige Meter neben einer offensichtlich platzierten Rohrbombe einen zweiten Sprengsatz an einem Fahrrad versteckt. Wäre der Plan aufgegangen, wäre die Bombe gerade dann explodiert, wenn die zur Hilfe gerufene Polizei das Areal gesichert hätte. Glücklicherweise versagte der Mechanismus. Entdeckt wurde die Bombe, weil die Polizisten angesichts des nahebei abgestellten Fahrrads mißtrauisch wurden, nachdem Dissidenten bereits im Februar eine ähnliche Falle eingesetzt hatten. (Quelle: Irish Independent)
Datenschutz — Facebook gibt nach
Das soziale Netzwerk Facebook hat sich dem Druck des irischen Datenschutzkommissars gebeugt und die Vorgaben hinsichtlich der Löschung von Accounts akzeptiert. Statt einen Account nur zu deaktivieren, muss nach der neuen Vorgabe ein Benutzerkonto spätestens 40 Tage nach der Accountkündigung vollständig gelöscht werden. In Bezug auf die unmittelbar privaten Daten setzt Facebook die Vorgaben sofort um, in Bezug auf geteilte Gruppeninhalte ist die Sache komplizierter. Hier will das Netzwerk bis Anfang 2013 für Abhilfe sorgen. Auch die Gesichtserkennung wird auf Druck der Irischen Behörde für Europa nun abgeschaltet. (Quelle: RTÈ)
Gute Geschäfte mit dem toten Keltentiger
Ein Farmer aus Kells im County Meath dürfte sich zur Zeit zufrieden die Hände reiben. Bei einer Auktion hatte der Bauer kürzlich 8,5 Acre Land für 75.000 Euro gekauft; Land, das ihm schon einmal gehört hat. Zu den Hochzeiten des keltischen Tigers wollte ein Investor auf dem Land des Bauern Wohnhäuser errichten lassen und blätterte dem Farmer satte 1.500.000 Euro auf den Tisch. Doch bevor die Baumaschinen auffahren konnten, kam der große Crash und jetzt bot der Eigentümer das Land in einer Auktion wieder zum Kauf an. Lediglich zwei Bieter interessierten sich für das Schnäppchen, der Farmer machte das Rennen. (Quelle: Irishcentral)
Grundschulkinder lernen kaum Fremdsprachen
Eine neue Studie der EU lenkt die Aufmerksamkeit auf das irische Bildungssystem – einmal mehr. Laut der Erhebung lernen gerade einmal vier Prozent der irischen Grundschüler eine Fremdsprache, in Österreich oder Italien liegt der vergleichbare Prozentsatz bei 100 Prozent. Grundsätzlich, so stellt die Studie fest, sinke das Alter, in dem die erste Fremdsprache erlernt wird. Ab drei Jahren, spätestens aber mit acht haben die meisten europäischen Kinder begonnen, eine Fremdsprache zu lernen. Irland ist zusammen mit Schottland das einzige Land, in dem das Lernen ein Fremdsprache nicht Pflicht ist. (Quelle: RTÈ)
Der Autor: Tom Brütting ist in Augsburg als freiberuflicher Journalist und PR-Berater tätig. Seit einer Schulexkursion auf die grüne Insel im Jahr 1991 ist er Irland hoffnungslos verfallen und hat das Land seitdem rund zehnmal besucht – zwei Auslandssemester an der National University of Ireland Galway inklusive. Im Herbst 2010 setzte er mit der Website www.gaelnet.de eine lange gehegte Idee in die Tat um. Gaelnet wertet irische Nachrichten für deutschsprachige Leser aus.
Fotos: GAA; privat.
Die erste Nachricht stammt direkt aus der Irlandnews-Redaktion.

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