Windige Zeiten in Irland: Ali eröffnet die Sturm-Saison

Stürme Irland Namen

 

Die Sturm-Saison hat begonnen. Welcome Ali. Die Saison der Herbst- und Winterstürme in Irland hat heute morgen begonnen. Den Auftakt macht Ali. Er fegt heute morgen mit Geschwindgkeiten bis zu 120 km/h über die Insel – ein vergleichsweise noch laues Lüftchen, das aber immerhin alles um das Haus abräumt, was nicht befestigt ist.

 

Sturm am irischen Atlantik. Ein gewaltiges und oft bedrohliches Naturschauspiel

 

Wir hatten Glück. Am vergangenen Wochenende haben wir die Wander-Saison 2018 ohne jeglichen Zwischenfall beendet. Unsere Gäste genossen einen sehr warmen und beängstigend trockenen Sommer, wie ihn am Mittelmeer niemand kritisiert hätte. Für Irland, für das Land, die Farmer, die Pflanzen und die Tiere, war dieser bitter nach Klimawandel schmeckende Sommer allerdings ein Vierteljahr der Extreme. Jetzt ist das Wetter nach einer schleichenden Übergangsphase  endgültig gekippt: Die raue Phase der Stürme hat begonnen.

 

Irland Stürme

Rekord-Sturm: Einer der heftigsten Orkane der letzten Jahrzehnte tobte am 12. Februar 2014.

 

Wie wohl der Winter 2018-19 wird? Irlands Wetteramt Met Eireann jedenfalls ist gerüstet und hat zusammen mit dem britischen Met Office die Namen für 21 potentielle Stürme festgelegt und veröffentlicht (Bilde oben). Gender-korrekt wird das Alphabet abgearbeitet, auf Ali und Bronagh folgen die nächsten potentiellen nächsten Stürme Callum, Deirdre und Eric. Ob es Nummer 20 und 21, Violet und Wyn in die Schlagzeilen schaffen wird, darf bezweifelt werden. Ob wir zumindest bis Sturm acht namens Hannah durchhalten müssen?

Generell prognostizieren die Wissenschaftler angesichts des sich rapide vollziehenden Klimawandels neben trockenen und heißen Sommern eben genau noch nassere und stürmischere Winter als bisher. Unser benachbarteer Farmer allerdings liest in der Natur eher Anzeichen für einen strengen kalten Winter. Das klungt dann eher nach Hoch und Trockenheit. Wir werden hier auf Irlandnews berichten . . .

Wann ist ein Sturm ein Sturm? Nicht jedes Lüftchen bekommt einen offiziellen Namen. Es müssen viele Prognose-Details darauf hinweisen, dass ein Sturm beachtliche Winde auf dem Festland produziert und die vermutliche Stärke der Warnungsstufe Orange oder Rot entsprechen wird. Met Eireann veröffentlicht im Ernstfall drei Wetter-Warnstufen. Status Gelb bedeutet: Sei aufmerksam. Status Orange: Bereite Dich auf den Sturm vor. Und Status Rot heißt: Handle und schütze Dich.

Fotos: Markus Baeuchle, Wanderlust / Grafik: www.met.ie

Von |2018-09-19T10:06:47+00:0019. September 2018|0 Kommentare

Über den Autor:

Markus Baeuchle
Autor, Journalist und Wanderer. Lebt in Glengarriff im Südwesten Irlands. Mit Markus und seiner irischen Outdoor-Firma Wanderlust können Sie Irlands faszinierende Natur von den schönsten Seiten zu Fuß erleben.

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