
Seit Jahren drängt der Amtsschimmel die Pferdekutscher deshalb, ihren Pferden sozusagen Windeln anzulegen und ihre Ausflugskutschen mit Kotfängern auszustatten. Die Kutscher weigerten sich bis heute hartnäckig und führen dafür tiermedizinische Argumente und Sicherheitsbedenken an: Die Kotfänger würden die Schwänze der Pferde einklemmen, die Tiere önnten sich deshalb nciht mehr gegen Fliegen und Bremsen wehren und würden ihre Nervosität möglicherweise damit kompensieren, dass sie scheuten. Ja, und dann kann es plumps machen, und der Tourist landet sonstwo.
Vergeblich haben die Nationalparkverwalter die Halter von insgesamt 66 lizenzierten Ausflugsdroschken bis heute darauf hingeweisen, dass auch die Pferde in New Yorks Central Park oder die in Wien mit ihren Pampers seit langem gut zurechtkommen. Auch das Argument, dass die mit Steuergeld bezahlten Arbeiter nicht dazu da seien, täglich den Mist privater Unternehmer, nämlich der Kutscher, zu entfernen, verfing überhaupt nicht.
Deshalb war am Dienstag vergangener Woche „Schluss mit Lustig“: Die Nationalpark-Beamten fuhren, ausgestattet mit reichlich politischer Rückendeckung, die Poller hoch und sperrten die Kutschen kurzerhand aus dem Nationalpark aus. Die renitenten „Jarveys“, wie sie in Irland genannt werden, ließen sich das jedoch nicht gefallen und erwirkten tatsächlich eine einstweilige Verfügung: Seit dem Wochenende ist die Zufahrt vorerst per Gerichtsbeschluss wieder geöffnet.
Die Fortsetzung des Pferdeapfeldramas folgt in wenigen Tagen.
Als ich zu Fuß im Park von Muckross und Knockreer unterwegs war, hat mich im Laufe der Stunden der Pferdeäpfelduft ganz schön genervt. Er intensiviert sich auch so schön, wenn es drauf regnet… Ich wäre auch für Pferdewindeln.
Sommerliche Grüße
Nicola
Super, das Land, der Tourismus in der Krise und dann so was. Als wir damals in Killarney waren, haben wir das "Problem" gar nicht wahrgenommen.
Alternativen ?
Vielleicht umweltvertraeglichere, amerikanische Strasssenkreuzer ?
Oder die Touristen selbst einspannen ?
Rikschen ?
Na da bin ich mal gespannt, wie das ausgeht!
Sla,
Wolfi