Geschichten von der Beara-Halbinsel im Süd-Westen Irlands (Teil 3)
von Peter Bernhardt*
Heute setzen wir auf Irlandnews den Geschichten-Zyklus über das ländliche Irland an der Atlantikküste fort. Geschrieben von unserem Freund Peter Bernhardt. Peter liebt es, in der Vergangenheit zu forschen und lässt ein Stück „altes Irland“ lebendig werden. Heute geht es um Beara als Kulisse für Filme – neu-deutsch als Film-Location.
Die Beara-Halbinsel ist offensichtlich auch für die Film-Industrie sehr interessant, denn hier wurde schon so mancher Film gedreht. Zum Beispiel ist Eyeries für viele Spielfilme, Fernsehserien und Filmaufnahmen eine willkommene Location. Produzenten und Regisseure haben Eyeries ausgewählt, weil sie hier spektakuläre Einstellungen von Meer und Himmel vorfanden, magische Lichtverhältnisse, eine typische irische Dorfidylle mit hilfsbereiten Einwohnern, die sich auch gerne als Statisten zur Verfügung stellten.
Zum Beispiel wurden 1977 ein paar Filmszenen für den Film: „Das malvenfarbene Taxi“ (The Purple Taxi) gedreht mit den Schauspielern Charlotte Rampling, Philippe Noiret, Peter Ustinov, Fred Astaire. Der Film nahm auch an den Filmfestspielen in Cannes teil.

Wer Näheres wissen möchte, sollte sich den Artikel aus der Irish Times: „Times past in Beara“ im Internet aufrufen. Hier der Link.
Der weltbekannte Filmstar Collin Farrell wurde 2009 vom irischen Regisseur Neil Jordan für seinen Film „Ondine“ engagiert. Neil Jordan hat das Buch geschrieben und Castletownbere als den geeigneten Ort für sein Märchen ausgesucht. Er kennt sich hier aus, hat er doch ein Haus ganz in der Nähe von Castletownbere. Neben Collin Farrell spielten Alicja Bachleda und Dervla Kirwan. Die Geschichte handelt von einem Fischer, der eines Tages ein Mädchen in seinem Netz findet, sich in es verliebt und es mit nach Hause nimmt. Es könnte alles so schön sein, wenn diese junge Frau nicht in ein Drogengeschäft mit zwei rumänischen Dealern verstrickt wäre.
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Selbst Japaner haben sich in die Location von Eyeries verliebt und im November 2011 das Drama „Tamatama“ dort gedreht: Ein japanisches Mädchen wird an den Strand eines unbekannt-mystischen Landes gespült. Auch hier haben sich die Filmschaffenden, nach einigen anderen Orten in Irland und auch in Island, für Eyeries entschieden. Der Projekt-Manager Peter Conway äußerte: „The Beara Peninsula is a magical place and while we were unfortunate with the weather in a lot of ways, the rainy light gave the film a wonderfully soft look, which dovetailed nicely with what the director wanted.“
2012 drehte Neil Jordan gleich seinen nächsten Film: „Byzantium“ – einen Horror Fantasy Thriller. Teile dieses Films wurden ebenfalls auf der Beara-Peninsula gedreht – in Adrigole und Allihies. Filmstars sind: Saoirse Ronan, Gemma Arterton and Jonny Lee Miller.
Auch einige Szenen des ITV Hospital Drama: „The Royals“ sind auf Beara im Juni 2008 gedreht worden. Und wieder war Eyeries Village der Schauplatz, sowie der in der Nähe liegende Kilcatherine Friedhof!
Der Kurzfilm: „Lost in Schull with Caillte“ wurde nicht etwa auf dem Mizen Head gedreht, nein, dem Drehteam gefiel die Beara Peninsula viel besser. Dieser Film wurde auf dem Fastnet Short Film Festival 2015 gezeigt. Es wurden viele Filme gezeigt mit einem aufwendigen Budget, dieser Film kostete keinen Euro!
Die fürs ZDF gedrehten Pilcher-Filme nach Büchern von Robin Pilcher, dem ältesten Sohn von Rosamunde, haben die Beara-Peninsula als Drehort genutzt. Zum Beispiel das Bantry Haus, das Puxley-Castle in Castletownbere, als das noch eine Ruine war, und den Friedhof in Kilcatherine.
Nebenbei gibt es etliche Dokumentationen und auch Werbefilme, wie die Spots zum Beispiel für die Automarke „Rover“, die auf Beara gedreht wurden. Mal schauen, welcher Filme-Schaffende sich als nächstes in die schöne wilde Halbinsel verliebt . . .

Peters Geschichten von der Beara Peninsula werden künftig regelmäßig hier auf Irlandnews erscheinen.
Fotos: Peter Bernhardt (1; 3. v. unten), Markus Bäuchle (3); Produktabbildung DVD.




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