
Weil es Irland derzeit schlecht geht, geht es auch O’Neills nicht gut: 20 Prozent Umsatzrückgang in den vergangenen zwei Jahren sprechen eine deutliche Sprache: Mary und Paddy sitzt das Geld gar nicht mehr locker in der Tasche: Ob professionelles Jersey oder Replica-Ball: Im Stammland der Firma läuft es derzeit einfach nicht. Da kommen gute Nachrichten aus anderen Teilen der Erde mehr als gelegen: In Australien etwa ist der Umsatz von O’Neills seit Anfang 2010 um 200 Prozent gestiegen. Der Grund ist klar: Die Auswanderer lassen nicht von alten Gewohnheiten und wollen auch in der Diaspora ihren Lieblingssport betreiben — oder zumindest vor dem Fernseher simulieren.
Ob Warschau, London oder Wellington: Wo immer mehr als drei Iren zusammen auftauchen, gründen sie einen Gaelic Sports Club und werden mit Hurley und Football gesichtet. Oder sie treffen sich in den Vereinsfarben des Lieblingsvereins vor dem Fernseher zum „Drink & Watch“. O’Neills profitiert davon und jagt nun den „Emigranten-Dollar“, wie es die Firma ausdrückt. Die Verluste daheim sollen mit besseren Geschäften „draußen in der Welt“ kompensiert werden. Und übrigens: O`Neills ist auch im Rugby und im Fußball zumindest im Heimatmarkt Irland eine Größe. Im britischen Profi-Fußball auf der großen Nachbarinsel rüstet O`Neills dagegen erst einmal die Stars von morgen aus, zum Beispiel den FC United of Manchester. Der im Jahr 2005 gegründete Club, der nach großer Fußballwelt (Manchester United) klingt, spielt in Großbritannien derzeit in der 7. Liga.
Fotos: O’Neills Sportwear.

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