Die stillen Orte Irlands (5).  Jetzt, da die dunklen Monate Einkehr gehalten haben, da die dünne Zeit herrscht, da die Schleier zwischen dieser Welt und der Anderswelt faden-scheinig werden, in diesen Wochen um Samhain, besuchen wir auf Irlandnews die stillen, die dunklen und die dünnen Orte Irlands. In loser Folge zeigen wir im Lauf des Herbsts einige unserer stillen Lieblingsorte.

Orte haben einen Charakter, eine Schwingung, eine eigene Energie. Wie alles auf der Erde und im Kosmos verändern sich auch Orte. Manchmal tragen wir den Ort, den wir lieben, als Erinnerung in unserem Herzen, auch wenn es den Ort, so wie wir ihn geliebt haben, gar nicht mehr gibt. Heute stellt Gabriele Gerárd zwei dieser stillen Orte vor, die als Orte existieren und die sich doch maßgeblich verändert haben.

 

Ein Ort in West Connemara
Ballyconneely Old Graveyard, County Galway

Gabriele schreibt dazu: „Natürlich habe ich viele stille Orte in Irland – aber vielleicht sind die Friedhöfe doch die stillsten für mich. Vom alten Friedhof von Ballyconneely schicke ich Dir dieses Foto. Es ist schon älter, der Grabstein liegt nicht mehr an die Mauer gelehnt. Der Friedhof ist weitgehend überwachsen – aber es wird doch noch hin und wieder beerdigt dort.  Ein „wunder“voller Ort der Stille.

 

. . . und ein Ort im Burren
Creggagh Graveyard, Fanore, County Clare

Nach dem Foto von John O’Donohues Grab (unten) musste ich eine Weile stöbern . . . Aber ich habe es gefunden: Wir haben das Grab im März 2015 in Fanore besucht und dort entstand das Foto. Es ist so nicht mehr da. Das Holz war schon 2016 gebrochen, es war völlig verwittert.“

Inzwischen hat die Familie O’Donohue einen Stein von ihrem Land auf das Familien-Grab gestellt. Vielen Dank,