»Als Cal aus der Hintertür tritt, haben die Krähen gerade Beute gemacht.  Sechs von ihnen hüpfen im hohen nassen Gras und dem gelb blühenden Unkraut herum und hacken auf irgendwas ziemlich Kleines ein, das sich noch bewegt.« (S. 7)

 

Grüne Idylle, dunkler Kern

 

Der Sucher von Tana French,
übersetzt von Ulrike Wasel und Klaus Timmermann.

Rezensiert von Ellen Dunne

 

Ex-Polizist Cal sucht nach 25 zermürbenden Jahren Dienst in Chicago und einer bitteren Scheidung ein neues Leben. In einem kleinen Nest an der irischen Westküste (fiktiv, aber verortet in der Nähe von Sligo) meint er es gefunden zu haben. Er macht sich daran, ein altes Häuschen im Nirgendwo zu renovieren, arrangiert sich mit dem Wetter und der neugierigen Dorfgemeinschaft. Bis eines Tages ein Kind an seiner Tür auftaucht und ihn um Hilfe bei der Suche nach dem seit Monaten verschwundenen großen Bruder bittet, um dessen Fall sich niemand zu kümmern scheint. Cal forscht nach. Und bald schon blättert die idyllische Fassade aus dem Irland-Bilderbuch …